Duisburger Loveparade-Katastrophe

5. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Hintergrund: Am Samstag, 24. Juli 2010 kam es auf der Love-Parade anlässlich der Ruhr 2010 auf dem Gelände eines alten Güterbahnhofes, der für die Veranstaltung vorgesehen war, am Nachmittag zu einer Massenpanik.

Ergebnis: Als Folge der schlechten Organisation und zu wenig Fluchtmöglichkeiten wurden 21 Teilnehmer der Techno-Party von den nachströmenden Menschenmassen regelrecht zu Tode gequetscht. Zeitweilig müssen sich, so die Schätzungen, sieben bis zehn Personen auf einem Quadratmeter zusammengedrängt haben. Von den 511 Verletzen mussten 283 im Krankenhaus behandelt werden. Auch dort verstarben noch einige der Unfallopfer an den Folgen ihrer Verletzungen.
Noch immer schieben sich Veranstalter, die Stadt Duisburg und die Polizeikräfte gegenseitig die Schuld an der Katastrophe zu.

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Erdbeben in den italienischen Abruzzen

6. April 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Hintergrund: Ein Erdbeben in der Stärke von 6,3 auf der Richterskala erschütterte am Montag die Stadt LÁquila und deren umliegende Ortschaften in den italienischen Abruzzen. Mehrere schwere Nachbeben behinderten die Bergungsarbeiten.

Ergebnis: Das Beben zerstörte etwa 15 000 Gebäude und machte einige Ortschaften wie Onna nahezu dem Erdboden gleich. Bisher wurden 293 Tote, Tausende verletzte und etwa 55 000 obdachlos gewordene Menschen erfasst. Dieses schwerste beben in Italien seit 1980 wurde durch schwere Baumängel noch wesentlich verstärkt.
In der Abruzzenregion treffen die afrikanische und Eurasische Erdplatte aufeinander wobei sich die Afrikanische nach Norden vor unter die Eurasische schiebt. Das verkanten der Platten ergibt die Erdstöße.

Tsunami im Golf von Bengalen (5A/4B/5C)

26. Dezember 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Hintergrund: In Folge eines schweren Seebebens mit einer Stärke von 8,9 auf der Richterskala, erbrachen sich mehrere bis zu 15 Meter hohe Tsunamiwellen über Indien, Sri Lanka, Indonesien, Thailand und den in diesem Raum liegenden Inseln. Das Epizentrum des Bebens lag 65 Kilometer westlich vor der indonesischen Insel Sumatra. Die Inselgruppe der Malediven, sowie die Andamanen und Nikobaren, wurden dabei völlig überflutet. In Indien und Sri Lanka drang das Wasser bis zu 2 000 Meter ins Landesinnere ein. Das unterseeische Beben war durch Aktivitäten der tektonischen Erdplatten ausgelöst worden, bei der sich die Indisch-Australische Platte allmählich unter die Europäisch-Asiatische Platte schiebt, die im indischen Ozean aufeinander treffen. Durch Verkanten können so Plattensprünge von mehreren Metern entstehen. In diesem Fall hatte sich der Meeresboden plötzlich um zehn Meter angehoben. Mittlerweile hat es zahlreiche Nachbeben in den Stärken von 7,3 bis 5 gegeben. Die allerdings nicht zu weiteren Flutwellen geführt hatten. Die Nachbeben können noch Monate lang andauern. Das Beben war eines der Stärksten seit dem Beginn der instrumentalen Aufzeichnungen vor etwa 100 Jahren. Am Montag hatten die Tsunami Wellen auch das 6 000 Kilometer entfernte Somalia und das 8 000 Kilometer entfernte Neuseeland erreicht. In Neuseeland und Südamerika stieg der Wasserspiegel als Folge der Flutwelle um bis zu 65 Zentimeter an.

Ergebnis: Die Zahl der Todesopfer des Seebebens ist mittlerweile auf über 165 000 angestiegen und wird sich nach Angaben der Rettungsteams wohl noch erheblich erhöhen. Die endgültige Anzahl wird wohl nie festgestellt werden können, so die Rettungsteams, deren Arbeiten durch Landmienen und den einsetzenden Monsunregen zusätzlich erschwert werden. Allein auf Sri Lanka sind bisher 35 000 Tote zu beklagen. Gerechnet wird aber mit gut 50 000. In Indien starben nach vorläufigen Angaben mehr als 15 000 Menschen. 10 000 Tote sind auf den Inselgruppen der Andamanen und Nikobaren zu beklagen, in Indonesien mindestens 80 000. Über 4 500 Menschen starben in Thailand, davon sollen 2 300 Touristen sein. Tote und Verletzte gab es auch auf den Malediven und in Malaysia, selbst auf den Seychellen und im Ostafrikanischen Somalia, deren Hafenstadt Hafun von einer Flutwelle völlig zerstört wurde. Nach einem ersten Überblick sind auch zahlreiche europäische Touristen unter den Toten. Mehrere Tausend werden immer noch vermisst. Davon allein 1 000 Deutsche (120 davon aus Baden-Württemberg). Auf den sonst sonnen verwöhnten Traumstränden türmen sich Leichen und Tierkadaver. Anwohner bereiten Massenbestattungen vor. Tausende werden in allen betroffenen Regionen noch vermisst. Mit Überlebenden rechnet zur Zeit aber niemand mehr. Daneben bedrohen weitere Nachbeben und schwere Unwetter die Region. Die Gesamtschäden werden auf 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Die internationale Spendenbereitschaft ist hoch und liegt mittlerweile bei der astronomischen Summe von einer halben Milliarde Euro. Kanzler Schröder hat die Hilfe auf 20 Millionen Euro aufgestockt. Interessant ist dabei auch, dass eine solche Summe vergleichsweise jede zwei Stunden von den USA für die „humanitäre Intervention“ des Irak aufgebraucht wird.

Ivan ein weiterer Wirbelsturm und noch lange nicht das Ende der Hurrikansaison in der Karibischen See (1A/4B/5C)

20. September 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Hintergrund: Nur wenige Tage nach Frances braute sich über dem karibischen Meer ein neuer Hurrikan zusammen. Der Hurrikan „Ivan“ ist am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 Stundenkilometern über die karibische See hinweggefegt. Zuerst erreichte er die Inseln Trinidad und Tobago von wo aus er über Barbados, Grenada, Jamaika, die Cayman Inseln und Kuba zog, bevor er die USA erreichte. Mehr als sieben Meter hohe Wellen lösten Überschwemmungen aus und starker Regen spülte ganze Straßenabschnitte fort. Bei seinem Zug über die Karibik nahm Ivan fast auf die höchste Hurrikan-Stufe Fünf an Stärke zu. Er er erreichte die US-Küste beim Bundesstaat Luisianna und zog dort schwächer werdend bis in die Neuenglandstaaten hinauf.

Ergebnis: Der Wirbelsturm hat knapp 100 Menschen in den Tod gerissen und schwere Verwüstungen angerichtet. Millionen mussten ihre Häuser verlassen. Die Schäden werden auf vier bis zehn Milliarden Dollar geschätzt. Mit sintflutartigen Regenfällen setzte der Hurrikan weite Landstriche unter Wasser. Rund 90 Prozent der Häuser Grenadas wurden beschädigt. Nach Schätzungen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz machte Ivan 60.000 der 90.000 Bewohner Grenadas obdachlos. Auf Barbados wurden rund 175 Gebäude – darunter zwei große Hotels – zerstört. Insgesamt wurde Florida am härtesten getroffen, nachdem bereits in den vergangenen vier Wochen die Hurrikans Charlie und Frances Teile des Bundesstaats schwer verwüstet hatten.

Tropensturm Jeanne fordert auf Haiti und der Doninikanischen Republik über 1 000 Opfer (3A/4B)

15. September 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Hintergrund: Der heftige Regen, der als Folge des Sturms, zwei Tage über Haiti niedergegangen war, ließ Flüsse über die Ufer treten und löste zahlreiche Schlammlawinen aus. Haiti ist wegen der Abholzung seiner Wälder besonders anfällig gegen die Folgen starker Regenfälle. Zudem ist das bitterarme Land gegen Naturkatastrophen schlecht gewappnet. Die im Norden Haitis gelegene Stadt Gonaives und umliegende Gebiete wurden völlig überschwemmt, viele Straßen wurden unpassierbar.

Ergebnis: Drei Tage nach dem verheerenden Tropensturm Jeanne ist die Zahl der Todesopfer auf Haiti am Mittwoch auf etwa 1 000 gestiegen. Ebenso viele Menschen gelten als vermisst. Mehrere Hundert Opfer ertranken in den überschwemmten Städten. Die sinkenden Wasserstände geben stündlich weitere Leichen und Tierkadaver frei. Die Gesundheitsbehörden warnten angesichts des feucht heißen Klimas vor Seuchen. 230 000 Menschen sind ohne Unterkunft, Trinkwasser und Nahrung.

Taifun Frances zieht Schneise der Verwüstung über ganz Florida (1A/4B/3C)

5. September 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Hintergrund: Der Taifun dessen Sturmzentrum etwa doppelt so groß wie die Fläche Deutschlands war wütete zunächst auf den Bahamas. Das Auge des Taifuns hatte dann in der Nacht zum Sonntag die Küste Floridas erreicht, wo er zu einem Hurrikan der Stufe eins abgestuft worden war. Mit dem Tempo eines Fußgängers, am Rande des Hurrikans wurden trotzdem Windgeschwindigkeiten um die 160 Kilometer pro Stunde gemessen, zog der Hurrikan ungewohnt langsam seine mit 300 Kilometern Breite, auch noch nie da gewesen große, Schneise der Verwüstung durch ganz Florida. Und machte dort vor allem der Tourismusbranche schwer zu schaffen.

Ergebnis: Neun Tote. Die angerichteten Schäden werden auf bis zu 10 Milliarden Dollar geschätzt. Frances hat weite Teile Floridas verwüstet. Dabei ist Frances weiträumiger verlaufen und hat so ein größeres Schadengebiet hinterlassen. als sein Vorgänger Carley. 2,8 Millionen Menschen hatten in der größten Evakuierungsaktion der Geschichte Floridas ihr Zuhause verlassen. Etwa 5 000 Mann der Nationalgarde wurden mobilisiert, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. 50 000 sind noch immer in Notunterkünften untergebracht. Auch im NASA Raumfahrtzentrum Cape Canaveral richtete Frances die größten Schäden seit dessen bestehen an. Der Sturm soll am Montag Florida überquert haben und Kurs auf den US- Bundesstaat Alabama nehmen. Während Frances abzieht, braut sich laut Hurrikan- Zentrum in der Karibik ein neuer Hurrikan zusammen. Ivan könnte Florida innerhalb einer Woche erreichen.
Der den USA bisher kostspieligste Wirbelsturm war Andrew im Jahr 1992. Er hat nach Angaben des Nationalen Hurrikan Zentrums (National Hurricane Center) Schäden von insgesamt 26,5 Milliarden Dollar verursacht.

Erdbeben in Japan/Taifun Songda wütet über Okinawa

4. September 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Hintergrund: Zwei schwere Erdbeben der Stärken 6,9 und 7,4 auf der Richterskala erschütterten am Wochenende ganz Japan, der Meeresspiegel stieg um 86 Zentimeter. 9 000 verließen in Kushimoto der Provinz Wakayama ihre Häuser. Ein Taifun mit Windgeschwindigkeiten von 144 Stundenkilometern fegte über Okinawa. Es ist der insgesamt 18. Taifun der Saison.

Ergebnis: 46 Verletzte Überschwemmungen und schwere Verwüstungen durch Orkanböen. Wasserrohrbrüche, Knochenbrüche, stecken gebliebene Fahrstühle, Kentern von Fischerbooten, Stromausfälle.

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