Alte Porsche brauchen keine Pappe

21. September 2008 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

 

Stuttgart: Jahrestreffen des Porsche-Club-356 – 150 Porsche der Serie 356 vor dem Schloss Solitude

 

(mr) – Zum Wochenende hatten sich die Mitglieder des Porsche-356-Club Süddeutschland zum 60. Geburtstag ihres besonders gehegten Lieblingsgefährts in Stuttgart getroffen. Höhepunkt neben einigen Ausfahrten und der Besichtigung des Porsche-Werks war das Treffen der Fahrer vor dem Schloss Solitude mit anschließender Besichtigung.

 

Gelächter und Kopfschütteln rief unter den Teilnehmern der Abschlussausfahrt zum Schloss Solitude die eingangs an jeden Oldimerpiloten ausgeteilte Pappe hervor, die beim Parken der historischen Wagen vor der Anlage unter den Motor zu legen war. Eben um den Nachlass der Fahrzeuge zu regeln.

„Das ist typisch schwäbisch“, lästerte Rainer Diehl, einer der Oldtimerpiloten aus Erlangen, der seinen Porsche 356, einen Re-Import aus den USA, seit zwei Jahren fährt und liebevoll pflegt. „Unsere Wagen sind sicher wesentlich sauberer und gepflegter als jeder Neuwagen, der mit uns auf der Straße unterwegs ist. Da tropft überhaupt nichts“. „Ja, die Schwaben und ihre Kehrwoche“, lachte auch seine Beifahrerin.

Die knapp 300 Teilnehmer, die sich zum 60. Geburtstag ihres 356 in Stuttgart trafen waren guter Dinge. Schließlich hatte man ein paar spannende Tage mit allerlei Besichtigungen, Ausfahrten und dem Stöbern auf diversen Teilemärkten, für Oldtimerfahrer wichtige Einrichtungen, hinter sich.

„Der Porsche 356 ist das erste von Porsche in Serie produzierte Fahrzeug“, erklärt Diehl. Ein Blick in den Motorraum der gepflegten Fahrzeuge macht neben der Karosserie auch die nahe Verwandtschaft zum legendären VW-Käfer deutlich. Für den ersten Serienporsche ist lediglich ein Doppelvergaser dazugekommen und im Kofferraum ist neben Tank und Reserverad nicht mehr wirklich Platz für einen Koffer. Hat der Besucher dieser Veranstaltung bisher noch nichts mit Technik am Hut gehabt wird er spätestens hier von einer Art Fieber erfasst, denn kaum öffnet einer der Oldtimerpiloten seinen Motorraum bildet sich um ihn herum schon eine Traube von fleißig fachsimpelnden Liebhabern.

Ein weiterer Grund sich hier auf der Solitude zu treffen ist aber auch die Tradition. Schließlich wurden die ersten der hauptsächlich für den US-Markt produzierten Fahrzeuge vor dem Export dort an Ort und Stelle dem neuen Besitzer übergeben

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