Schibörse

11. November 2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt für die Cannstatter Zeitung

Bad Cannstatt: Familientag – beliebte Tauschbörse

(mr) – Am Samstag fand die jährliche Schibörse der Schiabteilung des Turnerbund Bad Cannstatt (TBC) wegen des Kursaalumbaus erstmalig in der Turnhalle der Jahnrealschule statt.

Von 9 bis 15 Uhr konnten sich Wintersportler auf der größten Stuttgarter Schibörse wieder mit neuem Material für den nun doch spürbar herannahenden Winter eindecken. Zum Kauf gab es obendrein noch eine sachkundige Beratung durch die Schilehrer und Vereinsmitglieder des TBC.

Den größten Teil der Besucher machten Eltern aus, die für ihre heranwachsenden neue, passende Wintersport-Ausrüstung aussuchten, die dann zu Weihnachten unter den Baum gelegt werden konnte. Viele der Besucher waren bereits erfahrene Schibörsengänger, die am Morgen ihre alten Schistifel zur Börse brachten um sich gleich vor Ort wieder neue passende Größen auszusuchen. „Das ist eben so mit den Kindern. Die Sachen werden fünf- oder sechssmal getragen und sind dann im nächsten Jahr schon wieder viel zu klein“, so Wolfgang Zwins. Da kauft man nichts neues.

Das Risiko, ob die abgegebenen Sachen gekauft werden, muss vom Kunden getragen werden. Aber Schistifel auf der Börse zu kaufen ist bei Preisen von 15 bis 30 Euro in der Regel günstiger als diese vor Ort im Schigebiet täglich zu leihen. Außerdem kann man mit eigenem Material dann auch am Sonntag fahren, verraten die Börsengänger. Zehn Prozent des Erlöses gehen an den Sportverein. „Natürlich können wir nicht jeden Schi an den Kunden bringen“, erklärt Gerd Göhring, der Abteilungsleiter der Schiabteilung. Was nicht wieder abgeholt werde komme karitativen Zwecken zu oder eben auf den Sperrmüll. Denn immer wieder werden auch alte Schier vor der Börse einfach vor den Hallentüren abgestellt.

Die Kinder Paul und Arne Wolf waren im letzten Winter auf Leihschiern unterwegs und wollen nun da die Begeisterung für den Wintersport geweckt wurde unbedingt  auf eigenem Material den Berg heruntersausen. Sie sind mit ihrem Vater am Aussuchen und der hat klare Prioritäten. „Über 50 Euro will ich auf keinen Fall ausgeben“. Da muss er auf der Börse bei den Kinderschiern auch nicht lange suchen, denn die Preise bewegen sich zwischen 10 und 250 Euro für Auslaufmodelle aus der letzten Saison.

Lukas Lang stiegt mit 4 Jahren erst in den Schisport ein. Dabei lassen sich die Eltern erst einmal ordentlich beraten. Bei Pit Liebendörfer, einem der Schilehrer des TBC sind sie damit auch an der richtigen Adresse. Schnell findet der heraus, dass der ausgewählte Schi für den kleinen Lukas doch schon ein wenig klein ist. „Aber für ein Jahr wirds noch gehen, wenn sie nichts größeres finden“. Bei Liebendörfer können, als besonderer Service des Vereins auch Kurse gebucht werden. „Wir haben in diesen Jahr erstmalig wieder Kurse für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren im Angebot. Aber auch kleinere Kinder wie Lukas können dort, wenn sie schon über genügend Bewegungsenergie verfügen, mitmachen“, so Liebendörfer. Andererseits gibt es die Babykurse oder solche für Erwachsene. Aktuell sind Skatingkurse“. Dabei wird mit Langlaufskiern im Biathlonschritt gelaufen“, erklärt Liebendörfer. Die Skatingschier haben keine Schuppen und man stößt sich damit eher wie beim Schlittschuhlaufen seitlich ab. Das ist sportlicher. Am Ende vielleicht eine Idee für Sybille Wendel, die überlegt, ob sie sich alternativ zur alpinen Disziplin noch im Langlauf versuchen sollte und lange vor den Langlaufschiern steht.

Am Ende bleibt viel übrig, da den Weg in die Turnhalle der Jahnrealschule nur etwa ein knappes Drittel der Kursaalkunden gefunden haben. Trotzdem möchte man im nächsten Jahr wieder hierher zur Börse herkommen.

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Premiere der neuen Range Rover

10. November 2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt für die Cannstatter Zeitung

Stuttgart: Schwabengarage stellt Neuauflage eines Klassikers vor

(mr) – Am Donnerstagabend präsentierte die Stuttgarter Schwabengarage einem kleinen exklusiven Kundenkreis von Geländewagenliebhabern im Stuttgarter Stammhaus die neuesten Modelle des britischen Geländewagenherstellers Land Rover. Neben dem Range Rover 2006 auch ein völlig neu konzipiertes Modell, der Range Rover Sport.

Genauso neu wie die Geländewagenmodelle ist auch der Stuttgarter Niederlassungsleiter Jens-Peter Hensel, der die Gäste auf der englischen Seite der Schwabengarage willkommen heißt. Seit Dienstag führt er die Geschäfte des Stuttgarter Stammhauses der Schwabengarage. Mit dem neuen Range Rover Sport möchte Land Rover sich einen völlig neuen Kundenkreis erschließen, da das Fahren von Geländewagen auch in der Großstadt ein immer beliebterer Trend werde. Denn der Range Rover Sport habe nicht nur die üblichen Geländewagenqualitäten sondern gewinne durch einen stärkeren Motor und eine insgesamt verbesserte Straßentauglichkeit weitere Qualitäten dazu, so Hensel. Die Besucher zeigten sich von den neuen Range Rover Modellen auch durchweg begeistert. Allerdings kommt man auch mit ganz unterschiedlichen Erwartungen zu der Präsentation. Für die meisten sind beide neuen Fahrzeuge irgendwie viel zu schade um damit wie in den Werbefilmen präsentiert ins Gelände zu gehen. „Mir gefällt besonders die Shiloette des Fahrzeugs und die bequemen Sitze“, erklärt Erna Erk aus Filderstadt, die sich als unbedingten Geländewagenfan outet und auch mit den ganz großen in der Stadt keine Schwierigkeiten hat. „Auch wenn man im Parkhaus in Stuttgart auch schon mal zwei Parkplätze braucht“. Für sie geht auch der Preis, der je nach Ausstattung immerhin zwischen 48 600 Euro und 76 700 Euro liegt durchaus in Ordnung. „Man bekommt schließlich ein vollwertiges Geländefahrzeug mit allem Komfort“. Der V8 Jaguar Kompressormotor leistet in der oberen Preisklasse immerhin 390 PS und verfügt über ein Drehmomentmaximum von 550 Nm. Die elektronisch abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 225 km/h. Eine Neuheit bei diesem Fahrzeug ist  das von Land Rover entwickelte Dynamic-Response-System, das in Kurven auftretende Kräfte erkennt und selbsttätig reagiert. Was erheblich zu dem enormen Fahrspaß beiträgt, den der neue Range Rover bietet. Bei all dem fragt sich der eine oder andere Kunde durchaus, ob man so einen Wagen in der Großstadt wirklich braucht, aber der Reiz, ein solches Schmuckstück zu besitzen überlagert solche vernünftigen Argumente, geben die meisten grinsend zu. Damit in den Wald zu fahren können sich die meisten gut vorstellen. Aber die Sau nach der Jagd auf das edle Leder zu legen wieder eher nicht. Ein Nachteil sehen vor allem die etwas größer gewachsenen Kunden im Platzangebot des neuen deutlich verkleinerten Sportmodells. Fahrer, die über 1,80 m groß sind sitzen vorne und hinten doch sehr beengt zwischen den dicken Holzverkleidungen und der üppigen Mittelkonsole. Den kleineren Fahrern gefällts. Aber ein Geländefahrzeug muss es einfach sein. Zum einen wegen der erhöhten Sitzposition, dem Platz, den ein solches Fahrzeug bietet, dass zwar irgendwo so eine Art Kombi ist, aber dennoch sich deutlich von der klassischen Familienkutsche abhebt. Dann ist da noch das exklusive Ambiente. Typisches britisches Understatement, eben. Einige Besucher, wie Friedbert Weizsäcker sprechen bei dem wuchtigen Holz und dem zweifarbigen Leder im Innenraum des Range Rover 2006 gar von einer anheimelnden Wohnzimmeratmosphäre im Auto. Dieser ist immerhin das Flagschiff der britischen Traditionsmarke.

Der Land Rover mit seinen fünf Modellen ist im Übrigen seit 2000, seit sich BMW von der Marke wieder getrennt hat – sie haben ja nur den Mini behalten – eine völlig eigenmständige Marke die seitdem zum Ford Konzern gehört. „Auch wenn Land Rover nach wie vor komplett in Großbritanien produziert wird hat er also mit dem vor einigen Wochen in Insolvenz gegangenen Britischen Rover Werk rein gar nichts mehr zu tun“, versichert Land Rover Verkaufsleiter Marc Schoeck. Der Land Rover wird seinen Fans und Freunden also als Gelände-, oder auch einfach trendiges Liebhaberfahrzeug erhalten bleiben.

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