100 Kilometer für guten Zweck

27. April 2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

 

Stuttgart: In 24 Stunden 100 Kilometer zu Fuß  – Die Aktion brachte 2000 Euro für einen guten Zweck ein

 

(mr) – Knapp 100 Schüler der Technischen Oberschule Stuttgart und ihre Ulmer Partnerschule hatten sich am Wochenende aufgemacht die Distanz zwischen ihren beiden Schulen zu Fuß zurückzulegen. Was wie eine drakonische Strafarbeit wirkte erfüllte aber einen guten Zweck.

 

Am frühen Samstagabend hatten die Dauerläufer es geschafft. Nach knapp 24 Stunden durch Wald und Feld konnten sie ihre dampfenden Füße in die als Fußbäder bereitgestellten Planschbecken tauchen. Unterwegs war ihre Zahl beträchtlich zusammengeschmolzen. Von den in Ulm gestarteten 100 Teilnehmern, angeführt von den beiden Organisatorinnen Erna Muks und Lisa Dürr, liefen gerade noch 20 auf dem Schulhof ein. „Brandblasen und die härter werdende Oberschenkelmuskulatur. Da kommt man irgendwann ordentlich ins Wanken“, erklärt Lehrer Lorenz Oswald. „Vielen mussten wir auch nur gut zureden“, erklärte Walter Müller vom DRK, der ordentlich zu tun hatte. Die Rettungssanitäter hatten ein komplett ausgestattetes Fahrzeug dabei. „Trotzdem hatten wir einen riesigen Spaß bei der Sache“, erklärten die Schüler. Besonders in der Nacht. „Wir sind die Nacht mit Fackeln durchgelaufen, das war toll“, schwärmte Muks. „Über Handy und ein Megaphon haben wir uns Musik gemacht. Zur Motivation“, erzählt Claudio Santamaria, der nach 50 Kilometern einsehen musste, dass die Muskeln nicht mehr mitmachen wollten. „Krämpfe in den Oberschenkeln“, erklärt er. „Das schwerste Stück war nach etwa 60 Kilometern, als wir bei Denkendorf und Ruit direkt durch die Stadt laufen mussten“, befand Oswald.

„Die Technische Oberschule Stuttgart hat ihren Ursprung in Ulm“ erklärte Schulleiter Eberhard Jung den Ursprung der Idee zu dem Lauf. Die eingegangenen Spenden aus Tombola, Startgeld, Essenverkauf auf der Party und einigen Spendern kommen der Aktion Lebensläufe der Welthungerhilfe, sowie einer Schule im kroatischen Sisak zugute. Jung hat es besonders gefreut, dass sich so viele junge Leute von der Idee anstecken lassen haben.

Gefeiert wurde die Ankunft mit einer Tobmbola und einer großen Party. Dann war man reif fürs Bett, denn so wenig wie die Läufer hatten auch die Betreuer, Organisatoren und die DRKler die letzten 24 Stunden geschlafen.

 

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