Kübler starten mit Feuerehreinsatz in die närrische Saisson

7. Januar 2007 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt für die Cannstatter Zeitung

Bad Cannstatt: Fasnachtsauftakt mit jeder Menge Wasser – Besondere Taufzeremonie des stellvertretenden Oberküblers Wulf Wager zum 25. Geburtstag als Narr.

(mr) – Der Dreikönigstag ist traditionell der Start in die schwäbisch-alemannische Fasnacht. Einer der Höhepunkte zum Auftakt in die 5. Jahreszeit ist bei den Cannstatter Küblern die Taufe der Felben, womit die Aufnahme in die Narrengilde besiegelt wird. Eine besondere Überraschung bereitete dabei Feuerwehrkommandant Jürgen Hohl, ebenfalls Kübler, dem 25-jährigen Jubilar und ließ die Taufe als ganz besonderes Ereignis mit dem Spritzschlauch vornehmen.

Pünktlich um 6.01 Uhr, „Zur Fasnacht mag man keine geraden Zahlen“, erklären die Narren, begannen die Cannstatter Kübler ihre närrische Zeit mit einem zünftigen Narrenfrühstück im Küblerhaus. Bevor sie sich dann gemeinsam daran machten die Narrenkleider vom Staub der letzten nicht närrischen Jahreszeiten zu befreien. „Erst nach diesem Ritual dürfen dürfen die Häser und Masken der Zunft aufgezogen werden“, so der Sprecher der Cannstatter Kübler Panajotis Delinasakis. Oberkübler Steffen Kauderer und der Maskenmeister haben dabei die Aufgabe die drei Symbolfiguren Felbe, Mond und Brunnengeist zu entstauben. Nach den mit Spannung erwarteten Programmeinlagen der diesjährigen zehn und 25-jährigen Jubilare folgt deren Narrentaufe. „Eine Auffrischung der Taufe ist nach einer so langen Zeit unbedingt erforderlich“, so Delinasakis. Mit dem Spruch „Ich trinke aus den Henkeltopf auf dass ich bleib ein guter Narrentropf“ der vom Zeremonienmeister feierlich vorgetragen und nachgesprochen werden muss, sind die Jubilare aufgefordert das feuchtfröhliche Taufzeremoniell mit jeder Menge Cannstatter Sauerwasser über sich ergehen zu lassen. Auf den stellvertretenden Oberkübler Wulf Wager, der zusammen mit Stefanie Brand seine Taufe zum 25-jährigen Geburtstag als Felbe begeht, wartet eine ganz besondere Überraschung. Am Ende des Spaliers der Narren, die ihn aus ihren Kübeln mit Sauerwasser taufen, wartet der Kommandant der Cannstatter Beufsfeuerwehr Jürgen Hohl mit seinen Mannen. Diese halten für Wager ein komplettes Einsatzfahrzeug mit Taufwasser bereit. Vor dem Schlauch schützt dann auch Wagers aufblasbare Sumo-Verkleidung nicht mehr. Zumal flinke Hände diese sofort in Fetzen reißen. Am Nachmittag wird dann ebenfalls wie es die Tradition will der Narrenbaum gefällt und aufgestellt und zum feuchtfröhlichen Ausklang geladen.

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