Mehr als nur Steine

15. November 2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

 

Stuttgart: 29. Internationale Mineralien- und Fossilienbörse  auf dem Killesberg

 

(mr) – Morgen öffnet die 29. Internationale Mineralien- und Fossilenbörse auf der Messe Stuttgart-Killesberg die Pforten für den interessierten Besucher. Mit mehr als 300 Ausstellern aus der ganzen Welt, Workshops und Vorträgen Rund um das Thema Stein ist die beliebte Messe, die vom 17. bis 19. November stattfindet, damit so groß wie nie zuvor.

 

Bizarre Kristallwelten lautet der Titel der diesjährigen Sondershow bei der Organisatorin Brigitte Krawietz-Rometsch die Frarbenpracht und die wilden Verwachsungen von Mineralien aus aller Welt präsentiert. „Carbonate wie Aragonit wachen nicht nur in geraden Linie sondern weisen auch Locken und sehr skurrile Verwachsungen auf“, erklärt Krawietz-Rometsch. Auch das Staatliche Museum für Naturkunde wird für die Ausstellung einige seiner Schätze wie Phosgenite, Strontianite, Calcite, Azurite, oder Malachite beisteuern. „Für die Besucher wird es auch eine Schauschleiferei, bei der gefundene Objekte kostenfrei bearbeitet, oder auch selbst bearbeitet werden können und eine Edelsteinbestimmung für mitgebrachte, oder ererbte Stücke geben“, so Krawietz-Rometsch. Außerdem werden bei einer Verlosung Preise in Form von Mineralien und Fachbüchern angeboten. Aber die Mineralien sind nicht allein Augenweide. Ein weiterer Schwerpunkt auf der diesjährigen Messe ist der immer gefragter werdenden Steinheilkunde und der traditionellen chinesischen Medizin gewidmet. Hierzu steht unter anderem Autor Michael Gienger in zahlreichen Vorträgen rund um das Thema Rede und Antwort. Steine, ob warm, oder kalt dienen der Massage. Aber auch bei Erkältungen können bestimmte Edelsteine nützliche Helfer sein, so Gienger. Und so eine Mineral ist gar nicht teuer. „Schon ab 50 Cent sind die wunderschönen Steine zu haben. Natürlich gehen die Preise, da wir auch eine Diamantenhändler dabei haben bis 10 000 Euro und darüber hinaus“, so Krawietz-Rometsch. Aber das eine oder andere kleine Weihnachsgeschenk wird sich dabei sicher finden lassen.

Am Samstag beginnt zudem die Verbrauchermesse Familie und Heim. Beide Veranstaltungen sind dann mit der jeweils einen Eintrittskarte zugänglich.

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Winterreifenbörse

4. November 2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

 

Stuttgart-Nord: Winterreifen gefragt wie selten – 2000 Teilnehmer bei diesjähriger Börse

 

(mr) – Das Thema Winterreifen hat in diesem Jahr durch die Ergänzung der Straßenverkehrsordnung zusätzliche Brisanz erhalten. Eine günstige Alternative zum Reifenneukauf bietet seit 27 Jahren die Winterreifen- und Schneekettenbörse von TÜV und ADAC auf dem TÜV-Gelände Krailenshaldenstraße.

 

„Zum Glück hat es gerade wieder ein wenig nachgelassen“, erzählt Harry Kellner vom ADAC-Württemberg, der die Veranstaltung schon seit 27 Jahren organisiert. Kellner ist mit einigen Mitarbeitern vom TÜV-Südwest, auf deren Gelände die Börse stattfindet, an einem der Tische für die Kundenberatung zuständig. Schon um 7.45 Uhr seien die Tauschwilligen vor den Toren schlange gestanden. „Für viele ist diese Börse eine willkommene Gelegenheit nach dem Kauf eines neuen Autos die dazugehörigen Winterreifen zu erstehen, oder auch die des Vorgängermodells, die nun nicht mehr passen zu verkaufen“, so Kellner. Ohne fachliche Beratung sei ein Neukauf von Winterreifen aufgrund der Modellevielfalt in jüngerer Zeit kaum mehr möglich. „Welcher Kunde weiß schon ob die alten Reifen noch zum neuen Modell passen, welchen Querschnitt die Reifen haben müssen, oder ob ein Vierloch-, oder Fünfloch-System benötigt wird“, so Kellner.

Auch Schnäppchen sind zu haben, da viele Jahreswagenfahrer hierher kommen. Reifen mit einem Neupreis von 500 bis 600 Euro können hier für 100 oder 150 Euro zu haben sein. Gerne werde auch getauscht. In so fern ein unschlagbarer Service, meint Kellner. „Preis, Leistung und Auskunft. Wir weisen auch darauf hin, dass Fahrer die sich hier noch gut durch den Winter mogeln es in Österreich schwer haben, da dort die vier Millimeter Profiltiefe vorgeschrieben ist“, so Kellner.

Die Gründe zur Reifenbörse zu kommen sind dennoch sehr verschieden. Eren Aytan hat sich einen Neuwagen zugelegt und versucht nun seine BMW-Pneus an den Mann zu bringen. Er steht vor seinem Reifenstapel in der Halle für die großen Querschnitte. „Ich bin mit den Winterreifen nur sechs Wochen gefahren“. Aytan spekuliert darauf, dass er beim Verkauf des Autos für Winterreifen nichts mehr dafür bekommt. Separat könnte er aber noch ein Schnäppchen machen. „Ein Unverschämter hat mir 200 Euro geboten. Sonst hatte bisher allerdings noch niemand Interesse“. Joachim Dietsch aus Neuhausen sucht hingegen für einen Mitsubishi Galaxy Winterreifen. „Das ist leider ein sehr seltenes Auto. Aber vielleicht habe ich hier Glück“, so Dietsch. Ted Behlen aus Ludwigsbung hat die Bereifung für einen Golf übrig. Auch ein einzelnes Reserverad für einen Polo hat er im Angebot.

Am Eingang wird ganz genau hingeschaut. Horst Strauch ist dort bei der Auszeichnung zugange. „Wichtig sind Profiltiefe und Herstellungsdatum“, erklärt er. Natürlich weisen sie auch schon am Eingang bestimmte Leute wieder zurück, die Winterreifen bringen, die keine vier Millimeter Profiltiefe mehr haben, oder deren Pneus einfach zu alt seien. „Eine Werkstatt wird Reifen die älter als zehn Jahre sind ohnehin nicht mehr montieren“, so Strauch. Ein Stapel acht Jahre alter Reifen für einen Ford Sierra beäugt er schon sehr kritisch. „Die sind zwar optisch noch in einem guten Zustand, aber er würde von Reifen, die älter als sechs Jahre sind grundsätzlich abraten. Danach verlieren diese ihre guten Eigenschaften. Wenn einer allerdings nur noch durch diesen Winter kommen möchte sind sie wohl noch in Ordnung. Insgesamt herrschte ein riesiger Andrang in der Halle und viele der Besucher wurden sich schon am gerade geöffneten Kofferraum handelseinig.

Wo bin ich?

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