25. LAB-Festival im Zelt bei den Berger Sprudlern

17. August 2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

 

Stuttgart-Ost: Umfangreiches Musikprogramm für jung und alt – Musik, Kabarett und Kindertheater zum Nulltarif

 

(mr) – Das ganze Wochenende über wurde im Festzelt bei den Berger Sprudlern ein Freikonzert nach dem anderen angeboten. Dem Publikum gefällt das breit angelegte Programm des LAB-Festival, so dass neben dem klassischen Musikfan auch sehr viele Familien dort zu finden sind.

 

„Die Bands die auf dem LAB-Festival auftreten stellen ein Best Of des Laboratorium Musikprogramms dar“, erklärt Vereinsvorstand Rolf Graser, der mit seinen Kollegen dieses Fest schon seit 25 Jahren organisiert. Dabei ist es  das Ziel der Veranstalter mit einem möglichst breit angelegten Repertoire an Künstlern aufzutreten. Der absolute Höhepunkt des musikalischen Wochenendes, bei dem unter anderem Clown Tom Bolton mit seiner Action Comedy für die Unterhaltung der Kinder sorgte, ist die französische Gruppe LeOparaleur. „Diese Gruppe füllt in Frankreich schon ganze Stadien. Sie gilt als absoluter Geheimtipp. In Deutschland steckt deren Karriere gerade erst in den Startlöchern“, so Graser. Aus Dänemark waren die Broken Beats zu Gast, die das Publikum mit Folk Pop faszinierten und auch das zur Zeit in der Berliner Musikszene angesagte Nomad Sound System die orientalisches bunt mit modernem elektronik-Sound mixen gaben sich die Ehre. Etwas ruhigere Klänge bot der Paradise Club. Auch die Hildesheimer BB & The Blues Shackes liesen es ruhiger angehen. Im Publikum sitzen viele, die hier schon seit 25 Jahren herkommen und die sich zum Ende August ein vergnügliches Wochenende bei ausgesuchter, qualitativ hochwertiger Musik machen wollen, so die Gäste. Und Musik für das Festival zu bekommen ist mittlerweile eine der einfachsten Übungen für die Verantalter. „Auch wenn diese wissen, dass sie hier für etwas weniger Gage spielen stehen sie oft Schlange um beim LAB-Festival auftreten zu dürfen“, so Graser, der auch im 25. Jahr noch vollauf zufrieden mit dem Verlauf des Festivals ist. „Ich war doch sehr überrascht, dass trotz des unbeständigen Wetters immer volles Haus war. Obwohl wir nur für Essen und Getränke Geld verlangen, kommen wir damit seit 25 Jahren schon immer hervorragend raus. Draufgelegt werden muss selten und wenn gibt es im nächsten Jahr wieder entsprechend Überschuss“, so Graser. Natürlich ist man stets bemüht immer wieder neue Bands zu bekommen. So sind wie im Publikum selber auch auf der Bühne Frischlinge und ganz alte Hasen mit über 30 jähriger Bühnenerfahrung manchmal sogar zusammen zu finden. „Quasi Wiederholungstäter haben wir vielleicht alle zehn Jahre wieder auf dem LAB-Festival“, so Graser. Zum 25. Jubiläum des LAB Festivals standen an den drei Tagen insgesamt elf Bands auf der Bühne, von denen jede ein komplettes, mehrstündiges Konzert gab. Dabei reichte das Repertoire von Weltmusik und Blues, über Pop bis hin zu alternativen Rock. Verschiedenste Essenstände aus allen möglichen Nationen sorgten neben dem LAB-Grill für das leibliche Wohl der Besucher an anderen wurde ein großer Kunsthandwerkermarkt angeboten.

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Nick-TV Sommertour aufm Neckar

13. August 2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt für die Cannstatter Zeitung

Bad Cannstatt: Kinder-Cubschiff legt am Wilhelma-Steg an – TV-Programm hautnah erlebbar gemacht – hunderte stehen Schlange für Spongebob-Schwammkopf

(mr) – Am Sonntag machte Nick-TV, der neue Kindersender, der seit September vergangenes Jahr Programm speziell für die Zielgruppe zwischen 6 und 13 Jahren anbietet mit seinem Kinder-Cubschiff am Wilhelma-Anlegesteg fest. An Bord jede Menge Unterhaltung und die Kinder-TV-Stars Spongebob-Schwammkopf und Dora begrüßten die begeisterten Knirpse als lebensgroße Figuren.

Spongebob-Schwammkopf in Stuttgart. Was bei den meisten Erwachsenen einen automatischen Fuchtreflex auslöst riss zahllose Kinder, die am Sonntag an der Anlegestelle des Neckar-Kapitän ihrem Idol entgegenfieberten zu Begeisterungsstürmen hin. Und einige mussten darauf sehr lange warten. Denn aufs an sich riesige, ganze 100 Meter lange Containerschiff, dass normalerweise Getreide transportiert durften immer nur 200 Kinder für eine Stunde. Dann wurde gewechselt. „Wir haben ein Schiff gewählt, um damit möglichst viele große Städte im deutschsprachigen Raum direkt zu erreichen, um unser noch junges Programm auch direkt vorstellen zu können“, erklärt Nick-TV Pressesprecherin Marie-Blanche Stössinger. Seit einem Monat sind sie mit ihrem Eventschiff, dass auf 600 Quadratmetern das komplette Programm des Kindersenders hautnah erlebbar macht, unterwegs und haben an insgesamt acht deutschen Städten angelegt. Stuttgart ist Endstation. Im Innenraum tobt dann nicht der Bär, sondern der Spongebob. Dieser begrüßte die zahllosen Kinder gleich am Anlegesteg und nahm sie mit in seine nasse Unterwasserwelt wo es für die jungen Seebären und Leichtmatrosen zunächst einmal jede Menge zu entdecken galt. Das Schiff, dessen Boden mit 30 Zentimeter Sand ausgelegt ist, ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt und jeder ist einem anderen TV-Thema gewidmet. Doch Eingangs befindet sich zunächst einmal der Elternbereich. Mit Bar, Merchandising und Information. Dort können die jungen Besucher ihre Eltern abgeben um sich ganz auf ihre lieblings TV-Serien konzentrieren zu können. Mit Spongebob und seinen Matrosinnen und Dora aus der Mitmach-Serie für Vorschulkinder geht es zunächst einmal in den Avatar-Raum. „Wie im gleichnamigen Zeichentrickformat geht es hier um die fünf Elemente“, so Stössinger. Hier im Reich des letzten Herrschers der Luft kann eine Kletterwand bezwungen werden. Dahinter der Raum des Kinderhelden Spongebob selbst, mit der Showbühne. Auf ihr herrscht Hochbetrieb. Zunächst können die Kinder beim Houla-Hop-Wettbewerb vor den erfahrenen Tanzexperten um Deltef D! Soost zeigen was sie so draufhaben. Zur Belohnung gibts Freikarten für D´s Tanzkurse. „Das Nick-Prinzip“, erklärt Stössinger. „Wer etwas leistet soll auch belohnt werden“. Für die nächste Besuchergruppe werden von Nika die Kids Top 20 angesagt und es wird getanzt. Beim schlauen Jimmy Neutron geht es um viele Fragen. Hier sind die Väter gefragt, während sich der Nachwuchs dann ganz schnell dem Austesten zahlloser neuer Spielekonsolen zuwendet. Ganz mutige fassen in Danny Phantoms Gruselbox. Drinnen ist grüner Schleim. Hier darf die Wand von den Kindern komplett selber gestaltet werden. Natürlich mit Nick-Motiven. Während es unter Deck heiß hergeht machen sich oben die Hot Banditoz fertig. Um den Schlangestehern die Wartezeit ein wenig zu verkürzen gibt es ein Konzert auf den Oberdeck. Nicht alle müssen übrigens Schlangenstehen. Denn der Vater, der sich freiwillig „Schleimen“ lässt, eine große Ehre für Sopongebobs übrigens, darf mit seiner ganzen Familie sofort an Deck.

13. Stuttgarter Migrantentage

6. August 2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

 

Stuttgart: 13. Internationales Fest der Caritas um das Zelt bei den Berger Sprudlern

 

(mr) – Mit einem gewohnt breit angelegten Programm für Kinder und Erwachsene feierte der Caritasverband Stuttgart am Wochenende sein 13. Internationales Fest, dessen Erlös wieder der Arbeit für die in Stuttgart lebenden Migranten zugute kommt.

 

Mit dem Slogan: „Es geht auch miteinander“ präsentierte die Caritas auf ihren Fest einheimische Interpreten und solche aus aller Welt. „Wir wollen mit diesem Fest demonstrieren, dass es in Stuttgart auch sehr gut miteinander gehen kann“, so Caritas Direktor Ulrich Ahlert. Daher sind die Helfer für das Fest neben den Betreuern auch direkt aus den Reihen der Migranten rekrutiert worden. Den Auftakt am Freitagabend gestalteten die vier Cannstatter Bluesmusiker mit teilweise ungewohnt heimisch klingenden Titeln wie „Dr Blues Isch mei Hemmed“. Auch die elfköpfige Funkband Second Son konnte dem Publikum ordentlich einheizen. Die Formation Chum Chum Rubbins passte sich ebenso wie die Hornblower Big Band, Rumba Surena, oder Jeffersons Yard in den kunterbunten musikalischen Regein ein, der dem Publikum im Zelt geboten wurde. Aber auch für Kinder war an diesem Wochenende ordentlich Programm geboten. Märchenerzählerin Sigrid Früh begeisterte große und kleine Zuhörer mit Geschichten von Stieren mit goldenen Hörnern und steigerte die Gänsehautatmosphäre von Märchen zu Märchen ganz allmählich immer weiter bis zum Höhepunkt der letzten Geschichte, die sogar von einem zwölfköpfigen Drachen handelte. Ohnehin sind die Geschichten Frühs international, werden von groß und klein aller Nationen verstanden und passen so ausgezeichnet zu dem Festmotto. Sie wechselte sich mit Nellys Puppentheater ab. Wer geschickt war konnte beim Kistenstapeln bis weit über die Köpfe der anderen Besucher hinausklettern. Auch gut besucht waren die Ponyreitschule und das Riesentrampolin. Spezialitäten am Sonntag war ein Kletterberg und eine Zauberschule mit dem Zaubererduo Robin und Hape. Immer zwischen all diesen Darbietungen begeisterten die Künstler von Mixed Pickles mit einer bunten Mischung aus Zauberei, Jonglage, Tanz und Akrobatik. Ebenso bunt ging das kulinarische Angebot in alle Richtungen dieser Welt. Ob nun indisch am Maharadja Imbiss, der indische Spezialitätengrill aus Tübingen war das erste mal auf dem Internationalen Fest vertreten und freute sich über den großen Zuspruch. Oder Palästinenser, die am Stand der Amnesty International Falafel verkauften. Die klassische heiße Rote, Crepes, oder allerlei Süßes kamen natürlich auch nicht zu kurz.  „Mit dem Erlös des Festes wird wie in jedem Jahr die Arbeit für die etwa 10 000 in Stuttgart lebenden Migranten unterstützt um diesen Bildung, eine ordentliche Sprachförderung, eine Wohnung und letztlich auch eine sinnvolle Freizeitgestaltung für die Kinder zu bieten“, so Ahlert.

VfB Saison Opening 06

6. August 2006 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt für die Cannstatter Zeitung

Bad Cannstatt: VfB- Stuttgart startet mit tausenden begeisterter Fans und gleich fünf Neuzugängen in die neue Saison

(mr) – Am Sonntag verwandelte sich die Mercedesstraße vor dem Gottlieb-Daimler-Stadion in ein wogendes Meer aus Menschen in rotweißen Fußballleibchen. Wie schon im letzten Jahr ließen sich die Fans auch dieses mal von etwas Regen nicht abhalten und feierten mit ihrem Verein den Start in die neue Saison mit einem großen Fußball-Fest.

Auf den Fan-Meile gab es allerlei zu entdecken, doch waren programmgemäß zuerst einmal die Kleinen an der Reihe. Kinder des Fritzle-Club, der ersten Anlaufstation für Nachwuchstalente, durften eine Stunde lang mit ihren großen Idolen, wie Timo Hildebrand, Jon Dahl Tomasson, Fernando Meira, Ludovic Magnin und den anderen Stars trainieren. Die jungen Talente brachten den Torwartstar wie er selber zugab recht oft in Verlegenheit und einige, unter ihnen auch zahlreiche Mädchen, zeigten, so Hildebrand, schon echtes fußballerisches Talent. VfB-Neuzugang Ricardo Osorio hatte die Trainingsstation für genaues Passspiel übernommen. Für den Club, der mit den Kindern auch mal Ausflüge ins Kino unternimmt, konnten sich die Kinder umgehend akreditieren lassen um sofort beim Training mitwirken zu können. Natürlich überzogen die Profis die Trainingseinheit ein wenig. „Ich wünschte mir, so eine Einrichtung wie den Fritzle-Club hätte es zu meiner Zeit schon gegeben“, so Markus Babbel. Im Anschluss standen Spieler und Betreuer in einer Interviewrunde Rede und Antwort. Wobei natürlich besonders die Neuzugänge Roberto Hilbert, Antonio da Silva, Alexander Farnerud und Ricardo Osorio aufs Korn genommen wurden und man Mexicos Pavel Pardo ein „I try to be Spätzle“ als ersten schwäbischversuch abrang. Zunächst war aber Armin Veh, dessen Name sich so passend auf VfB reimt, dass die Fans vom Rufen gar nicht genug bekommen konnten, an der Reihe. „Nach der langen Vorbereitungsphase freuen wir uns, dass es nun endlich losgeht“, so Veh, womit er für alle seine Spieler sprach. Damit übergab er das Wort an seinen neuen Mannschaftskapitän Fernando Meira, der versicherte, dass er sehr stolz darauf sei diese Position erhalten zu haben, ihm diese aber nicht zu Kopf steigen werde. „Ich bleibe euer alter Fernando“, so Meira. Zusammen mit Timo Hildebrand berichtete er von der tollen Stimmung der WM, der sich auch gleich für das tolle Spiel um Platz drei in Stuttgart bei den Fans bedankte. Ein weiteres Highlight ist die Puma-Modenschau, der neun VfB-Kollektion mit Ludovic Magnin, Bernd Nehrig und Marco Streller. Während Nehrig sich ein wenig zierte hatten die anderen beiden großen Spaß bei dieser Sache. „Vielleicht weil wir Schweizer sind“, meinte der ohnehin immer sonnig gelaunte Magnin. Während dessen konnte man die anderen Spieler zum Anfassen bei den verschiedenen Stationen an der Fanmeile sehen. Dann geht es natürlich auch schon zur Autogrammstunde. Neben den emsig Karten, Bälle, Trikots und sonstige Fußballutensilien unterzeichnenden Stars wird im Robert-Schlienz-Stadion eine Ballontaufe des neuen LBBW Heißluftballons vorbereitet. Und auch die Ceerleader der Stuttgarter Scorpions gaben eine Showeinlage. Auf der Fanmeile gab es zudem noch zahllose Attraktionen. Wie einen Ball mit Dampfstrahler der Fa. Kärcher durch ein Labyrint zu treiben. Ein Schussgeschwindigkeitsmesser, mehrere Torwände, kleine Bolzplätze und viele Souveniershops, die besucht werden konnten. Auch wieder dabei waren die Initiatoren des Comando Cannstatt mit einem Fahnenmal-Workshop.

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