Iran besiegt die Niederlanden mit 5:4 CMT Schüler WM auf dem Killesberg

18. Dezember 2005 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

 

Stuttgart: Caravan Motor Touristik Messe im Zeichen der Fußball Weltmeisterschaft

 

(mr) – Am Wochenende wurden auf dem Messegelände Killesberg schon die ersten Vorboten der nahenden WM aus den verschiedenen Fußballnationen sichtbar. Stuttgarter Schüler traten in den Original-Fußball-Trikots der Weltmeisterschafts-Teilnehmer-Länder zum Hallen-Fußball-Turnier gegeneinander an. Auch eine Auswahl des Stuttgarter Gemeinderats stellte sich im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung der VFB-Traditionself und den Stuttgarter Prominentenkickern entgegen.

 

Der Iran siegt im Endspiel gegen die Niederlande? Wo gibt es den so etwas? Wird sich mancher verwundert fragen. Es geht natürlich um das Schüler-Hallenfußballturnier der CMT, die in dieser Saison auf die kommende Fußball-Weltmeisterschaft  einstimmen wollen. „Die Idee die Fußball-WM in die diesjährige CMT einzubinden, lag auf der Hand“, so Joachim Schubart, Eventmanager der Messe Stuttgart. „Die CMT ist mit ihren Tourismuskonzept schließlich auch International. Daraus ist dann die Idee des Hallenturniers entstanden, wozu wir die Stuttgarter Schulen angeschrieben haben. Dass die Begeisterung dafür dermaßen ist, hätten wir nicht erwartet“, so Schubart. Auch die Sportlehrer und Betreuer der teilnehmenden Schulen wussten, dass sie unter diesem Motto die Schüler nicht lange um eine Teilnahme bitten mussten. „Wir hatten die Einladung gerade mal einen Tag im Lehrerzimmer liegen, dann wurde sie schon wieder abgeschickt“, erklärte Jochen Weber, Sportlehrer und Betreuer der Cannstatter Brunnen-Realschule. So musste vergangenen Montag im Gottlieb-Daimler-Stadion das Los über die 32 teilnehmenden Schulen entscheiden. Jeder Schule wurde eines der Teilnehmerländer zugelost. Das Losglück, die Deutschen Farben zu vertreten war auf die Schloss-Realschule in Stuttgart-Mitte gefallen. Für Mexiko gingen sogar Viertklässler ins Rennen, die schon mit ihrem Auftritt im Publikum für erste Lacher sorgten. Denn in ihre Trikots müssen die Kicker der Schorndorfer Keppler-Grundschule erst noch hineinwachsen. Trotzdem konnten sie als sympathischste Mannschaft des Turniers Freikarten für VfB-Spiele mit nach Hause nehmen. Denselben Trostpreis erhielten auch die Japaner, vertreten durch das Backnanger Max-Born-Gymnasium. Sie hatten die meisten Gegentore bekommen. Die Trikotsätze, alle Spenden der CMT, die sich das Event damit einiges kosten lassen haben, durften die Spieler allesamt behalten. So war die Begeisterung in den verschiedenen Nationalfarben zu spielen um so größer. „Für uns ist es schon ein Riesenglück überhaupt ausgelost worden zu sein. erklärte die Mexiko-Mutter Annette Keller. Das Freiberger Eschbach-Gymnasium spielte in den Farben des afrikanischen Staates Tunesien. Danach wurde England von der Cannstatter Brunnenrealschule vertreten. Gleich das zweite Spiel um kurz nach neun bestritt England vertreten durch die Brunnen Realschule gegen Paraguay, deren Farben die Kicker der Anne-Frank-Realschule trugen. Ein Spiel, dass die Cannstatter Briten gewannen. Trotz der kurzen Zeit hatten sie, wie die meisten Schulmannschaften schon einen Fanblock vom Feinsten, mit zwei riesigen England-Flaggen aufgebaut. „Natürlich haben wir England-Fans auf der Schule“. Leider scheiterten sie schon in der Vorrunde. Auch Argentinien vertreten durch die Jörg-Ratgeb-Schule in Stuttgart-Neugereut musste sich in der Vorrunde geschlagen geben. Die Brasilianer, die zur WM ungewohnt in blauen Trikots aufspielen, wurden von den fünf Jungs des Cannstatter Gottlieb-Daimler-Gymnasium bis ins Achtel-Finale gekickt. Sie stellten auch den einzigen Verletzten, der sich durch einen ungeschickten Schuss das Nasenbein brach. Australien erreichte mit dem Untertürkheimer Wirtemberggymnasium immerhin das Viertelfinale. Eine Überraschung blieb der Sieg des Iran. Die Schüler der Luginsland-Schule durften so nicht nur den Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Ihnen winkten auch noch Freikarten für VfB-Spiele und die Einweihung einer der „Arena of Football“ einer brandneuen Attraktion des Europapark Rust. Insgesamt zwei Tage in hervorragender Stimmung, lobte Veranstalter Schubart. Als weitere WM-Aktion werden wir jeden Tag auf der CMT eine Riesenschokloladetafel 120 Mal 60 Zentimeter in Form einer Nationalflagge an ein prominentes Gemeindemitglied vergeben, so Schubart.

 

Drachenfutter und Dinosauriertheater zum Jubiläum

12. Dezember 2005 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Naturkundemuseum am Löwentor organisiert zu seinem 20. Geburtstag eine Kinder-Uni für den Forschernachwuchs

(mr)  Mit einer Kinder-Uni und anderen attraktiven Angeboten speziell für Kinder, wie dem Dino-Theater und einem spannenden Quiz, beging das Naturkundemuseum am Löwentor am Sonntagnachmittag seinen 20. Geburtstag.

Wir wollen unser Haus vorstellen und zeigen, dass in einem Museum wissenschaftlich gearbeitet wird, erklärt die Direktorin des staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart, Professorin Johanna Eder. In ihren Ansprachen zeigen sich die Organisatoren der Kinder-Uni über den riesigen Zulauf überrascht. So nahmen spontan zahlreiche Kinder während der Begrüßungsansprache auf dem Fußboden Platz. Neben vielen Eltern mit Kindern sind auch Schulklassen im weitläufigen Gebäude unterwegs. Eine erste bis dritte Klasse kommt aus dem Murrharder Wald. Hauptsächlich sind die Kinder im Museum unterwegs, um das spannende Quiz aufzulösen, dass sie spielerisch durch alle Forschungsabteilungen des Hauses führt. Die Väter müssen kräftig mithelfen und sind wie die Söhne in Rätselvitrinen oder Fragebögen vertieft.   Auch Stuttgarts Kulturbürgermeisterin Susanne Eisenmann ist eingeladen.  Dass sich die Kinder-Uni gelohnt hat, lässt sich daran erkennen, wie viele Erwachsene sich heute hier eingeschlichen haben, so Eisenmann.

Sie weiß, dass das Haus zehn  Millionen Exponate beherbergt. Darunter auch Frösche aus dem Regenwald und Vögel aus Madagaskar. Ein Forschungsprojekt, das zur Zeit von zwei Gruppen unseres Hauses in Madagaskar betreut wird, so Eder. Kinder und Pädagogen sind begeistert von den kindgerechten Vorträgen der wissenschaftlichen Mitarbeiter, wie jenem des Schwebefliegenexperten Ulrich Schmid. Er werde heute beweisen, dass man sich durchaus 20 Jahre mit diesen Tieren beschäftigen kann. 400 der insgesamt 6000 Arten leben nämlich in Baden-Württemberg. Die Flügel, von denen Schwebefliegen nur zwei haben, helfen sie voneinander zu unterscheiden. Das wissen die Kinder natürlich längst. Genauso, dass Schwebefliegen sich gerne als Bienen oder andere Insekten tarnen, um Fressfeinden zu entgehen. 50 Stundenkilometer schnell können sie fliegen, und sie sind von Lappland bis Nordafrika unterwegs. Wie alt werden Schwebefliegen? kommt umgehend Zweifel unter den Kindern auf. 100 Tage. Oft fliegen aber nur Eltern hin und die Kinder wieder zurück, erklärt Schmid.  Sein Vortrag endet mit einem Appell an die Kinder, dass es viel zu wenig Schwebefliegenexperten gebe. Weiter geht’s zu nächsten Attraktionen: Zur Bastelaktion und ins untere Stockwerk, wo es lärmt und raucht. Dort spielt das Dino-Theater. Für die Kinder gibt es Drachenfutter. Auch einige Führungen werden angeboten, während die Kinder-Uni mit Hansjörg Niederhöfer wissenschaftlich Schritt für Schritt sich an die Frage heranarbeitet, warum die Schnecke ein Haus hat. Sie schützt sich damit, putzt es und repariert es sogar selbst, ist das Ergebnis, das Niederhöfer mit den Kindern erarbeitet hat. Die Kinder erleben spannende, lehrreiche Stunden im Museum, die den Angestellten einige Wochen an Vorbereitung gekostet haben. Eder und Schmid wollen ob dieses Zulaufes die Kinderuni etablieren. Einmal im Jahr wird sie zukünftig stattfinden.

Der Nikolaus kommt ins Olgäle

6. Dezember 2005 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt für die Cannstatter Zeitung

Stuttgart – Die Stiftung für das kranke Kind hatte zum Nikolaustag die VfB-Fußballegende Lothar Weise als Nikolaus verpflichtet

(mr) Zum Nikolaustag am Samstag  besuchte der Nikolaus auch die Kinder des Kinderkrankenhaus Olgahospital. 

Eine Glocke kündigt immer ein wichtiges Ereignis an, so war es schon im Altertum und so war es auch am Wochenende. Das laute „Bimbam“ in der Kinderstation des Olgahospitals kündigte den sehr überraschten, knapp etwa 290 Kindern, die auf den verschiedensten Stationen des Olgahospitals ihrer Gesundung entgegen warten am sechsten Dezember natürlich den Nikolaus an. Der stöhnte unter der Last seines schweren Sackes, mit dessen Inhalt er, wie er sagte noch viel mehr Kinder als die dieses Kinderkrankenhaus zu bedienen hatte. Trotz seiner Begleitung, die alle auch kaum weniger an den Mengen von Nikolausgeschenken zu tragen hatten. Als erstes stattete er dem zehnjährigen Erkan im 7. Stock der Kinderstation einen Besuch ab. Nikoläuse kommen ja bekanntermaßen aus den Weiten des Weltalls, parken ihren schweren Schlitten auf dem Dach und fangen so mit ihrer Tour ganz natürlich immer von oben an. Aus dem Sack kamen dann Fußballfanartikel, Harry Potter Spiele. Andere Spiele und natürlich allerhand Süßes.

Dabei hatte sich der Nikolaus, in Gestalt der nun 70jährigen ehemaligen VfB Legende Lothar Weise, der vielen vom VfB Pokalsieg 1958 noch ein Begriff sein wird, eine Menge vorgenommen. Alle 290 Betten des siebenstockigen Kinderkrankenhauses inklusive Altbau sollten an diesem Tag mit Geschenken beliefert werden. Immer in  seiner Begleitung mit dabei auch Stefanie Schuster, die Präsidentin der Olgäle-Stiftung „Für das kranke Kind“ die dank der vielen Spenden für die Kinder des Olgahospitals immer wieder solche Veranstaltungen möglich macht. Mit der Glocke folgte Georg Urbach vom Vorstand der Juventus e.V. vom Verein zum Schutz für Kinder und Jugend. Er hatte an diesem Tag für die zahlreichen Geschenke der kleinen Patienten gesorgt. Unterstützt wurde die Aktion auch von der Dettinger Schokoladenfirma Rübezahl-Koch, die 250 Schokoladen Nikoläuse für die Kinder gespendet hatten. Die Kinder nahmen den Besuch des großen, bärtigen Herrn mit sehr gemischten Gefühlen auf. Einige kamen gar nicht mehr vom Nikolaus weg und folgten ihm neugierig durch die ganze Station. Andere hatten sich schnell hinter ihre Eltern geflüchtet. Aber für alle hatte der freundliche Nikolaus ein paar aufmunternde Worte parat und wünschte ihnen, dass sie bald wieder hier herauskommen. Auf jedem Krankenbett hinterlies er beim weitergehen einen ganzen Berg von Geschenken. Weise macht die Arbeit mit Kindern sehr großen Spaß. Seit einigen Jahren schon leitet er die Kinderführungen durch das Gottlieb-Daimler-Stadion. Die Stiftung, die diese Veranstaltung ermöglicht hatte gibt es laut ihrer Präsidentin nun schon seit sechs Jahren. Sie sorgt für die Ausstattung des Krankenhauses mit Spielzeug und all den Dingen, die es zu einer Kindgerechten Station machen. Fast reine Kinderkrankenhäuser, die für das Kind eine Komplettversorgung anbieten gibt es in Deutschland nur sehr wenige.

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