Hochseil-Weltrekordversuch auf dem fünften Wissenschaftssommer 2004 in Stuttgart

30. November 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

 

Stuttgart: Eine Woche lang steht die Landeshauptstadt nun im Zeichen der Forschung – Hauptattraktion am Samstag war die Hochseilartistenfamilie  Traber

 

(mr) – Seit dem vergangenen Samstagmorgen haben verschiedenste wissenschaftliche Institutionen die Landeshauptstadt eine Woche lang fest im Griff. Neben unterschiedlichsten technischen Versuchen und Inovationen zum Mitmachen und Bestaunen versprach  Hochseilartist Traber mit der ganzen Familie auf dem Hochseil über den Schlossplatz zu balancieren. Wie das möglich ist wurde vom des ARD Kinder-Team des Tigerentenclubs erklärt. Zur Eröffnung des fünften Wissenschaftssommers waren einige Tausend Besucher auf den Stuttgarter Schlossplatz gekommen.

 

Eine Menge gab es schon zur Eröffnung des Stuttgarter Wissenschaftssommers zu entdecken. Auf dem Schlossplatz waren eine verschiedenste Zelte aufgebaut in denen deutsche Untiversitäten und Firmen ihre neuesten Erkenntnisse in der Technik anhand von Versuchen vorstellten. So konnte zum Beispiel im Robo-Cup-Zelt ein Spiel der so genannten Middle-Size-Liga der Fußballroboter bestaunt werden. Mit den beiden Torwarten durften sich auch  die Bundesministerin für Bildung und Forschung Edelgard Bulmahn und der württembergische Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Professor Peter Frankenberg messen, der sich allerdings mit zwei Lattenkrachern geschlagen geben musste. Im Rahmen einer zur Eröffnung des Wissenschaftssommers anberaumten Live-Sondersendung des Tigerentenclubs, die mit Stars wie Haiducci und Alexander schon am Morgen tausende Kinder auf den Schlossplatz gelockt hatten und bei denen sich an diesem Tag auch alles um Wissenschaft und Forschung drehte kündigte dann Deutschlands bekanntester Hochseilartist Johann Traber seinen neuesten Weltrekordversuch an. Er versprach auf einem Motorrad, auf dem Hochseil über den Schlossplatz zu fahren und dabei seine ganze Familie mitzunehmen. Wobei er sogar mit einem Hochstart, den Jüngsten auf dem Schoß die knapp 200 Meter lange Seilschräge auf dem nur fingerdicken Stahlseil hinauf raste. Unter dem Seil saß auf einer an das Motorrad montierte Schaukel die restliche Familie Traber. Wie es dazu kam, dass Traber mit der ganzen Familie beim Wissenschaftssommer mit dabei ist? „Der SWR hat uns angerufen, ob wir nicht im Rahmen des Tigerentenclubs hier an der Veranstaltung teilnehmen wollen“, erklärte Johann Traber. Und für die Kinder wollten sie dann auch etwas ganz besonderes anbieten. So kam es zu dem Versuch mit der ganzen Familie per Motorrad auf dem Hochseil zu balancieren. Mutter Maria Traber gab auf den Bühne des Tigerentenclubs dabei genaue Auskunft über diesen gewagten Stunt. Traber selbst ist ja gebürtiger Stuttgarter und dort auch kein Unbekannter. Schließlich hat er zuletzt erst im Mai dieses Jahres das Kunststück vollbracht mit einem gewöhnlichen Smart Roadster auf zwei schräg gespannten Seilen den Fernsehturm hinauf zufahren.

Der fünfte Wissenschaftssommer  gastiert nun noch bis zum ersten Oktober in der „Hauptstadt der Erfinder“, wie Stuttgart auch von Ministerin Bulmahn gewürdigt wurde. Neben den etwa 1 000 qm Ausstellungsfläche auf dem Stuttgarter Schlossplatz und einigen Zelten auf der Königstraße sind auch auf der Stuttgarter Universität noch einige interessante Entdeckungen für die technikbegeisterten Besucher zu machen. Am Anlegesteg der Wilhelma hat das zur Forschungsstation umgebaute Containerschiff „MS Technik“ festgemacht, das dem Besucher mit Experimenten und Spielen in die spannende Welt der fünf Sinne einführen will.

Ehrung der Rennfahrerlegende Hans Herrmann bei den Prominentenkickern

23. November 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Stuttgart – Hans Herrmann erhielt am Freitagabend als Dritter das goldene Stuttgarter Rössle

 

(mr) – Anlässlich der Jahresabschlussfeier der Stuttgarter Prominentenkicker erhielt die Ex-Rennfahrerlegende Hans Herrmann deren höchste Auszeichnung, das goldene Stuttgarter Rössle im ADM Sportpark in Stuttgart Degerloch. Diese Auszeichnung wurde bisher erst zweimal vergeben.

 

Als ersten Punkt der Jahresabschlussfeier der Stuttgarter Prominentenkicker überreichte Vereinspräsident Erich Brodbeck die höchste Auszeichnung ihres Vereines an Hans Herrmann, dessen Laufbahn als Rennfahrer von 1953 bis 1970 er in einer kurzen Laudatio noch einmal entsprechend würdigte. Wie dieser durch seine zahlreichen Siege für namhafte Automarken, wie Porsche, Mercedes, Ferrari, Maserati, Lotus und einigen Automarken mehr zum „Meistersportler“ und dann auch aufgrund seiner fast ebenso spektakulären Unfälle wie 1955 in Monaco und 1959 in Berlin zum „Hans im Glück“ wurde. Bereits 1954 war Herrmann beim Großen Preis von Frankreich in seinem ersten Formel 1 Einsatz, damals 25 jährig durch die schnellste Rennrunde aufgefallen. Insgesamt bekam er in seiner Laufbahn 86 mal den Pokal für einen Gesamt-, oder Klassensieg überreicht. Das erste Auto des gebürtigen Stuttgarters sei  ein 0.8 Liter BMW gewesen, mit dem er auf der Heilbronner Straße seinen Verdienst vom eigenen Cafe in Knöllchen umgesetzt habe. Herrmann gehört den Stuttgarter Prominentenkickern seit 18 Jahren an. Die Auszeichnung, „Goldenes Stuttgarter Rössle“ wird einmal im Jahr an einstige Meistersportler aus der Region vergeben, die sich auf nationaler und internationaler Ebene einst besonders ausgezeichnet haben, erklärte Brodbeck. Das Rössle wurde bisher nur an Handballer Buffy Ettmayer und Bernhard Kempa vergeben.

Die Prominentenkicker haben in diesem Jahr 60 Spiele für Wohltätige Zwecke absolviert, von denen sie 48 gewinnen konnten verriet Bordbeck. Dabei haben sie insgesamt 352:144 Tore erzielt. Die Stuttgarter Prominentenkicker gibt es seit knapp 30 Jahren. Mittlerweile zählen sie etwa 800 Mitglieder. Darunter Prominente wie der Baden-Württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel, Wasenwirt Hans Peter Grandel, Ex-Fußballstar Hansi Müller, oder Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster. Ziel des Vereines ist es mit Benefizspielen wie etwa gegen den Landtag, das Klinikum Stuttgart, oder die Mannschaft des Hamburger Fischmarktes Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln.

Mysterium Olympia – die Dopingspiele

14. November 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt
Ein Dopingskandal nach dem anderen überschattete die olympischen Spiele in der Heimat derselben. Und auch Wochen danach reißen die Gerüchte um weitere Dopingfälle aus dem Leistungssportbereich nicht ab. Insgesamt gesehen wurden an jedem Tag der Spiele in Athen ein Dopingfall enttarnt.
Aber sind das nun wirklich alles große Skandale? Beschäftigen wir uns mit Sport werden wir schon im Freizeitbereich mit Angeboten von Leistung- oder Gesundheitsfördernder Substanzen geradezu überschüttet. Es gibt Energieriegel, Eiweißdrinks, Aminosäureampullen und andere Drinks, über deren Inhalt man am Besten gar nicht weiter nachdenken sollte. In jedem Fitnessstudio gibt es wenigstens einen dieser Hobbygiftmischer. Nicht wenige Mittelständische Betriebe in Deutschland geben an ihre Mitarbeiter das Immunsystem stärkende Medikamente zur Vorbeugung gegen zum Beispiel Erkältungskrankheiten bei Arbeiten im Freien aus. Die Bundeswehr mischt Hustensaft unter ihre Kaltgetränke. Wie können wir unter solchen Voraussetzungen davon ausgehen, dass im Hochleistungssport in dem es um enorme Preisgelder, oder dicke Sponsorenverträge geht, plötzlich die heile Welt ausbricht? Ganze Nationen, wie die ehemalige DDR, die Sowjetunion, China und die USA sind durch das Sportdoping erst richtig groß geworden.
Solche Länder werden das Giftmischen mit Sicherheit nicht von heute auf Morgen wieder aufgeben. Sie haben längst Wege gefunden lästige Kontrollen zu umgehen. Sei es dadurch, dass sie maßgeblich am erstellen der nationalen und internationalen Dopinglisten beteiligt sind und entsprechend fragliche Werte ausklammern oder sie haben längst neue Substanzen entwickelt, die dann eben nicht auf den aktuellen Listen stehen. Diejenigen, welche erwischt werden sind dabei meist eher dumme Zufälle, oder sogar Absichtlich angeprangerte Athleten. Und die Gesundheit des Einzelnen ist schon immer eher nachrangig hinter der Ehre der Nation gestanden. Können wir davon ausgehen, wie uns die unbedarfte Naivität eines Amerikanischen Ex-Sprintsuperstar Carl Lewis uns das lehrt, dass je mehr erwischt werden man um so sicher sein kann nahezu alle Mogler erwischt zu haben? Wohl kaum. Doping gibt es überall. Ob die Mittel nun auf einer Liste erlaubter Substanzen stehen, oder nicht. Denn was ist Doping denn nun wirklich? Eine leistungsfördernde Substanz. Aber wie definiere ich das? Warum ist eine leistungsfördernde Substanz erlaubt und eine andere nicht? Kontrollierbar ist es kaum. Und um Ausreden sind Verbände und Sportler selten verlegen. Es gibt das unwissentlich verabreichte Doping. Wir alle erinnern uns noch amüsiert an die Zahnpastaaffäre des Langstrecken Olympiasiegers Dieter Baumann zurück. Eine ukrainische Ruderin hatte bei der Olympiade von ihrem Ärzteteam die verbotene Substanz Ethamivan verabreicht bekommen. Auch unwissentlich natürlich. Andere Sportler drücken sich jahrelang erfolgreich um die Dopingkontrollen herum. Wie die Amerikaner, die sich, aus Angst vor Manipulationen, nicht von internationalen Teams testen lassen wollen. Andere fehlen bei den Kontrollen einfach. Springreiter behandeln ihre Pferde, auch unwissentlich, mit Wundsalben die Leistungsfördernde Substanzen enthalten. Was hilft da die Ausrede, dass es doch nur ganz wenig war. Die Liste der sportlichen Fragwürdigkeiten ist lang. Ertappte wie jüngst die Deutsche Triathletin geben zu aus Frust gedopt zu haben. Das müsse man doch verstehen. Ein weiterer Punkt ist Lars Riedel der seine Kollegen in bester DDR Tradition verpetzt und das dann ehrenhaft und toll findet für einen sauberen Sport. Aber was nimmt er? Gibt es den sauberen Sportler heute überhaupt noch? Da kommt wieder der ganze menschliche Gulag konzentriert auf eine Sportveranstaltung zusammen. Ein weiterer Aspekt ist ja auch, dass sich für Sport in dieser Form kaum mehr wer interessiert. Olympia ist doch immer nur wieder der alte Memorytest unseres Gehirns. Was diesen Sport gibt es auch noch? Und wundern sich: Das wollen Leute wirklich sehen? In so fern müssen die Jungs ja mit irgendwas auffallen. Und wenn sie sich dabei umbringen, Schlagzeilen sind das allemal. Aber ob ich deswegen in einen Handballverein gehe? Oder Badminton spiele oder gar so rotzige Sachen mache wie Baseball? Eine Diskussion um das Thema Doping ist an sich völlig überflüssig genauso wie die Diskussionen um fragwürdige Funktionärsentscheide und überflüssige Regelwerke. Egal, wir starten sie trotzdem.

Fünfte Jahreszeit pünktlich eingeleitet

11. November 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Stuttgart: Bürgermeisterin Trimbusch eröffnete den Stuttgarter Karneval

 

(mr) – Unter dem Vorsitz der Karnevallsgesellschaft Zigeunerinsel eröffneten die Repräsentanten der zehn Stuttgarter Karnevallsgesellschaften zusammen mit Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch auf der Rathaustreppe gestern die fünfte Jahreszeit.

 

Küsschen und auch reichlich Orden gab es zuerst von den geadelten Damen und Herren der versammelten Karnevallsgesellschaften für Stuttgarts Sozialbürgermeisterin Trimbusch, die es sich nicht nehmen ließ mit der großen Gesellschaft der Stuttgarter Vereine den Marktplatz zu beleben und die fünfte Jahreszeit offiziell für eröffnet zu erklären. Sie wünschte sich eine fröhliche gelungene Kampagne in Stuttgart. Wie es die Tradition verlangt wurde auf den Rathausstufen die neue Festordnung von dem vor einer Woche ins Amt gesetzte Zigeunerparonenpaar Pauline die I. Von der Stuttgarter Kulturmeile und Baron Christian I. Vom Kachelofen verlesen. Diese enthielt neben einer langen Reihe von Vergünstigungen für die Festtreibenden unter anderem, dass Ohrfeigen im Rathaus nur außerhalb der närrischen Jahreszeit an anders denkende Parteikollegen verteilt werden dürfen. Daneben wurde noch das Kinderbaronenpaar  Baroness Steffi I. Vom Waiblinger Berg und Baron Robin I. Vom Muckensturm vorgestellt. Zum Aufwärmen gab Entertainer Graziano D‘ Archangelo ein buntes Medley der bekanntesten Faschingssongs zum Besten. Auch ein Tanzmariechen, dass die Zigeunerinsel mitgebracht hatte durfte sein können den begeisterten Publikum und der auf der Treppe aufgereihten Karnevallsgesellschaften. präsentieren. Anschließend schlängelte sich die erste Polonaise der fünften Jahreszeit durch die Verkaufsstände auf dem Marktplatz. Zum Aufwärmen wurden neben dem Rathaus Glühwein und heiße Würstchen serviert.

So ganz begeistert zeigten sich die meisten Karnevalisten vom neuen Rathaus nicht. „Der Platz den wir im letzten Jahr hatten, als wir wegen der Umbauarbeiten am Rathaus ausweichen mussten ist eigentlich schöner und liegt auch viel zentraler“, meinte Präsidentin Anita Rösslein von den Schwarzen Störchen Stuttgart.

Stadt Stuttgart will die Förderung bürgerschaftlichen Engagements weiter ausbauen

6. November 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt für die Cannstatter Zeitung

Stuttgart: In einer öffentlichen Sitzung wurden den Stuttgarter Bezirksbeiräten die Stellen der Stadt für Ehrenamtliche Tätigkeiten vorgestellt

(mr) – Bürgermeister Jürgen Beck stellte im großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses am Dienstagabend die jüngst eingerichteten Stellen für bürgerschaftliches Engagement deren Leiter, Arbeitsweisen und Angebote vor. Der Termin zum gemeinsamen Treffen und der Diskussion dieser Thematik war schon seit längerer Zeit ein Anliegen der Stuttgarter Bezirksbeiräte. 

„Wie kann bürgerschaftliches Engagement besser gefördert werden“, mit dieser Frage eröffnete Stuttgarts Bürgermeister für Umwelt, Ordnung und Sicherheit Jürgen Beck die gemeinsame Sitzung im Stuttgarter Rathaus. Über kurz oder lang sei die Stadt Stuttgart aufgrund der niedrigen Geburtenraten in Bereichen wie der Altenpflege auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Umriss Bürgermeister Beck das Kernproblem. Eine große Zahl der Stuttgarter Bürger, 25 Prozent, sind in Sport- und Karnevalsvereinen, der freiwilligen Feuerwehr, oder  einer karitativen Organisation bereits ehrenamtlich engagiert. Ein Wunsch der Bürger sei es aber hierin völlige Freiheit zu haben. Eine von der Stadt Stuttgart angebotene Lösung ist „frEE Stuttgart“, das ein komplexes Netzwerk für freiwilliges Engagement, Ehrenamt und Selbsthilfe darstellt, lediglich aber ein Plattform für die vielen Interessengemeinschaften und Bürger sein soll. Noch vor Weihnachten soll mit den Bezirksbeiräten aller Stadtbezirke beraten werden, wie viel Mittel für die Engagements freigegeben werden sollen.

Achim Laur, der Leiter der Stabsstelle für Bürgerschaftliches Engagement in Stuttgart dieses Umfassende Netzwerk kurz vor. Es untersteht dem Oberbürgermeister. Ihm zur Seite steht der Beraterkreis Ehrenamt, der auch eine Ehrenplakette verleihen kann und Bürgerfest, oder Bürgerempfang ausrichtet. Unter dem Referat Umwelt Sicherheit und Ordnung. Ist die Stabsstelle zur Förderung Bürgerschaftlichen Engagements untergebracht. Hier sind die Ansprechpartner der Bürgerstiftung Stuttgart und die Ehrenamtsbeauftragte direkt zu erreichen. Eines ihrer Projekte ist das gemeinnützige Bildungsjahr. Das Kompetenzteam funktionieren die Bezirksvorsteher. Die Bürgerstiftung Stuttgart unterstützt darin die zahlreichen Projekte wie die Freiwilligenargentur Stuttgart, die Stiftungsbörsen, die frEE Akademie, der Initiativkreis Stuttgarter Stiftungen, der Verein Sicheres und Sauberes Stuttgart und viele mehr Jeder Bezirksbeirat hat die Möglichkeit drei Ehrungen im Jahr vorzunehmen.

Ein wichtiges Bindeglied in dem Netzwerk ist Freiwilligenargentur Stuttgart. Sie berät, so Geschäftsführerin Yvonne Schütz, dabei alle Bürger, die für sich selbst ein ehrenamtliches Engagement suchen und auch die Stellen, die auf freiwillige Helfer angewiesen sind. Ihre Aufgabe ist es damit Angebot und Nachfrage für kürzere und länger dauernde Engagements zusammen zu bringen. Sie sind zentrale Anlaufstelle für Organisationen wie NABU, AWO, Sportkreis und Karnevalsvereine und stellen ein Team aus 19 Freiwilligen Beratern. Allerdings vermitteln sie ihre Freiwilligen nur an Organisationen und nicht an Privatpersonen. Die Interessenten sind meist Studenten, aber auch Rentner und Arbeitslos. Zur Zusammenführung werden von ihnen auch Schnupperbörsen und der so genannte Sozialführerschein angeboten. 

Ein anderes wichtiges Glied stellt die Stiftungsberatung unter der Leitung von Susanne Dietrich dar. „Es gibt auch die stillen Förderer, Witwen und Erben, die plötzlich auf einer Menge Geld sitzen und nicht so recht wissen, was sie damit anfangen sollen und die auch eher im Hintergrund bleiben wollen“, so Dietrich. Eine ihrer Aufgaben ist es dann solche Personen zu beraten. Wozu sie auch auf Stiftungsthemen spezialisierte Banken und Rechtsanwälte in ihren Reihen haben. Sie organisieren den Stuttgarter Stiftungstag, Workshops und Projektbörsen, worin Stifter und Stiftungssuchende sich informieren und treffen können Beraten wird welche Stiftungen sinnvoll sind und auch andererseits Projekte, die sich über eine Stiftung finanzieren wollen. Ihre Organisation ist in dieser Form Bundesweit einzigartig. 600 Stiftungen gibt es bereits in Stuttgart. 

All diese Projekte sind am Abend auch eifrig diskutiert worden. Über das große Interesse an der Veranstaltung, die den großen Sitzungssaal des Rathauses nahezu komplett füllte zeigte sich auch Bürgermeister Beck überrascht.

Informationen zur Bürgerstiftung Stuttgart, der Freiwilligenargentur, oder der Stiftungsberatung erhalten sie in der Stabsstelle zur Förderung Bürgerschaftlichen Engagements im Europahaus am Pierre-Pflimin-Platz Nadlerstraße 4 in 70 173 Stuttgart oder unter der Tel. 0711 216 19 19 www.stuttgart.de Tel. Stiftungsberatung: 216 83 07 Dietrich Vormittags.

100 Liter Blut gespendet

5. November 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt für die Cannstatter Zeitung

Stuttgart ehrte 70 Lebensspender im Interimsrathaus für 100 und 200. maliges Blutspenden

(mr) – Am Dienstagabend wurden im Stuttgarter Interimsrathaus 70 Blutspender besonders geehrt. Der Leiter der Referatsabteilung Krankenhausbereich Harald Wiedemann und Professor Udo Sugg, Chef der Blutbank Stuttgart zeichneten Stuttgarter Bürger, die bereits zum 100. und 200. Mal ihr Blut bei der Blutbank Stuttgart abgegeben haben mit einer Urkunde aus.

200 Spenden ergeben im gesamten 100 Liter Blut. Diese Menge hatte Werner Fuchslocher in insgesamt 40jähriger Spendertätigkeit bisher zusammen getragen. Ein ganz besonderer Rekord also. Auf  181 Spenden kommt Manfred Schuler, trotz dass er krankheitshalber 12 Jahre damit ausgesetzt hatte. Er hat nun auch mit 68 das Alter erreicht, wo mit dem Blutspenden aufgehört werden sollte. Eines haben Blutspender auch allen anderen Stuttgartern voraus. Eine ständige, hervorragende medizinische Versorgung.

Etwa 40 000 Spenden, von diesem ganz besonderen Saft, benötigt die Blutbank Stuttgart in jedem Jahr, erklärt Wiedemann. Mystische Kräfte werden ihm seit alter Zeit zugeschrieben. Die Azteken brachten Menschenopfer. Die alten Ägypter badeten in Blut um sich vor Krankheiten zu heilen und auch in vielen Kulturen heutiger Zeit werde noch Blut als Heilmittel getrunken. Auch die moderne Medizin wäre ohne Blutspenden unmöglich. Der Bedarf an Blutkonserven sei so im laufe der Zeit sogar angestiegen. Die Blutbank Stuttgart ist momentan aber in der glücklichen Lage, dank ihrer vielen Spenden kein Blut mehr von anderen Banken ordern zu müssen. Dafür bedankt sich Wiedemann bei den Spendern und bei Udo Sugg, dem Chef der Stuttgarter Blutbank für seine Arbeit in dieser Sache.

100 bis 200 Blutspenden sind so auch etwas ganz Besonderes. Ein Ergebnis vieler Jahre ununterbrochener Spendentätigkeit in dem die Spender mindestens fünf Mal im Jahr diese oft unangenehme Prozedur über sich ergehen lassen. Jede Menge Formulare, die großkalibrigen Kanülen im Arm, damit das Blut auch ordentlich fließen kann. All das für 26 Euro, die oft gerade mal die Fahrtkosten decken. All das für den lediglich ideellen Wert, Menschen in großer Not geholfen zu haben. Den nur Menschen, die das wirklich brauchen bekommen auch Blutkonserven.

Einer der geehrten, Lothar Maler aus Kornwestheim, hat 1970 bei der Bundeswehr mit dem Blutspenden angefangen und ist seit 1979 in Stuttgart als Spender registriert. Er wird, verrät er, am Donnerstag seine 101 Spende abgeben. „Blutspenden ist nie leicht“, sagt er. „es ist immer mit schmerzen verbunden“. Bestimmte Ärzte und Schwestern beherrschen das Spiel mit der Nadel, andere oft nicht. Auch er habe schon oft Negativerlebnisse gehabt. Einmal habe er riesige blaue Flecken an den Armbeugen davongetragen und diese tagelang nicht mehr richtig bewegen können. Trotzdem hat er weitergemacht, da er mittlerweile auch bestimmte Schwestern habe, an die er sich hielte. Gespendet werden darf jede acht Wochen. Bei Frauen sind diese Abstände größer. Sie dürfen nur viermal pro Jahr spenden. Bei Krankheiten muss ausgesetzt werden, Vor allem wenn Medikamente genommen werden müssen, klärt er auf. Heute darf auch vor der Spende gegessen werden. Anders als vor einigen Jahren, wo man noch nüchtern kommen musste. Die Spender finden diese Ehrung gut, da sie vielleicht auch andere zum Spenden ermutigt.

Bald neue Anzeigetafeln für die S-Bahn

5. November 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt für die Cannstatter Zeitung

Stuttgart: VVS und DB stellen neues Informationssystem im Hauptbahnhof vor

(mr) – Eine von der Bahn neu entwickelte so genannte „BahnInfo Tafel“ soll zukünftig für bessere Anschluss Informationen für die Fahrgäste und der besseren Kommunikation zwischen Bus und S-Bahn sorgen.

Um den Bahnverkehr zukünftig noch kundenfreundlicher zu gestalten planen der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) und Die Bahn (DB) zusammen das gesamte S-Bahn Netz mit neu entwickelten „BahnInfo Tafeln“ auszustatten. „Die alten Kartensysteme, wie sie jetzt noch auf den Bahnsteigen vorhanden sind, sind oft defekt. Gibt es eine Planänderung muss überall erst die ganze Kartenkassette ausgetauscht werden“, erklärt S-Bahn Sprecher Andreas Schilling. „Die neuen Tafeln haben Flüssigkristallanzeigen. Sie können vom PC aus frei mit jedem beliebigen Text beschrieben werden, so dass Änderungen, oder spezielle Ankündigungen mit ein paar Handgriffen von der Zentrale aus vorgenommen werden können“, so Holger Hartwig, der Projektleiter der AEG, die diese Tafeln herstellen. „Für die großen Anzeigetafeln in der Bahnhofshalle haben wir bereits ein Angebot. Dort sollen ab November die alten Tafeln durch moderne Flüssigkristall Tafeln ersetzt werden“, so Ulrich Pilarczyk, der AEG Vertriebsleiter für diese neue Technologie. Auf den S- Bahnsteigen sollen so nach und nach die alte Infotafeln gegen die neuen Flüssigkristallsysteme ausgetauscht werden, die dann als weitere Neuerung die Minuten bis zur eintreffenden Bahn anzeigen. „Dieses System hat sich schon bei der Stuttgarter U-Bahn hervorragend bewährt“, so Nikolaus Hebding, der Leiter des Bahnhofsmanagements in Stuttgart. Ein Novum soll es zukünftig für die Busfahrer geben. „Die Fahrpläne  von S-Bahnen und Bussen sind um einen möglichst reibungslosen Verkehr zu gewährleisten sehr eng aufeinander abgestimmt. Wenn ein Anschlusszug Verspätung hat wird das dem Busfahrer an diesen Schnittstellen nun auf einer weiteren Anzeigetafel minutengenau angezeigt. Dadurch kann er dann entscheiden, ob er den Zug noch abwarten kann.  Und niemand muss mehr in die Rücklichter seines Anschlussbuses sehen“, so Schilling.

„Heute Morgen ist das System erst einmal den Vertretern der Gemeinde vorgestellt worden, die von dieser Idee durchaus angetan gewesen sein“, so Hebding. Land und Kommunen müssen diese Systeme die pro Anzeigetafel zwischen 22 000 und 30 000 Euro kosten sollen erst einmal finanzieren. Geplant ist, erst einmal den S-Bahntunnel zwischen Hauptbahnhof und Vaihingen mit den neuen Bahn Info Tafeln auszustatten. Denen sollen dann nach und nach die weiteren Haltestellen des S-Bahn Netzes folgen. Das Tempo der Umrüstung sei stark von der Bereitstellung, der  Fördermittel des Landes abhängig,  „Schön wäre schon eine weitestgehende Realisierung des Projektes bis zur Fußball WM 2006“, so Hebding.

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