Erdbeben im iranischen Bam (4A/3B)

26. Dezember 2003 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Hintergrund: Ein Erdstoß von der Stärke 6,3 auf der Richterskala hatte am 2. Weihnachtsfeiertag den iranischen Südosten erschüttert. Die bei Touristen äußerst beliebte Stadt Bam an der Seidenstraße war im direkten Zentrum des Bebens. Etwa 100 Nachbeben hatten die Rettungsarbeiten immer wieder behindert. Die Krisenregion liegt in 1 000 Metern Höhe. Bam ist eigentlich keine ausgewiesene Erdbebenregion. Und seit 2 000 Jahren hat es dort keine Erdstöße mehr gegeben. Die Häuser sind daher nicht Erdbebenstabil sondern lediglich aus Lehmziegeln erbaut.

Ergebnis: Dreiviertel der Stadt wurden bei dem ersten Erdstoß völlig zerstört etwa 70 000 der insgesamt 120 000 Einwohner sind dabei entweder getötet oder verletzt worden. Etwa 100 000 Menschen wurden durch das Beben obdachlos. Mittlerweile gehen die iranischen Behörden von 35 000 Toten aus. Einige Überlebende wurden noch bis zu einer Woche später aus den Trümmern geborgen. Allerdings sind bei den zahlreichen Nachbeben eine große Anzahl der Helfer mit verschüttet worden.

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Zehn Jahre Cityrock

14. Dezember 2003 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt für die Cannstatter Zeitung

Mit ganztägigem Fest feierte „der Fels in der Stadt“ sein Jubiläum

(mr) – Mit einem Kletterwettbewerb, den offenen Schulmeisterschaften Stuttgarts, einem Tag der offenen Türe und einem Festakt am Abend beging die Stuttgarter Kletteranlage des evangelischen Jugendwerks Stuttgart (ejs) ihren runden Geburtstag.

Mit dem Erhalt dieses Gebäudes in der Fritz-Elsas-Straße 44,  geplant als Jugend- und Gemeinschaftsräume, von der Kirche habe alles angefangen, so Sportreferent Rainer Öhrle. 1991 bei der Begehung sei ihm der hohe Wintergarten aufgefallen, der in der Planung nicht genutzt wurde. Wie geschaffen eigentlich für eine hohe Kletterwand. Die Überzeugungsarbeit und Planung begann. Schließlich war eine solche Kletteranlage im Süddeutschen Raum bis dahin noch nie gebaut worden. Finanziert wurde die Anlage dann erst einmal von der Kirche selbst. Ein weiter Aufbau wurde dann von der Stadt Stuttgart und zahlreichen Spenden mitfinanziert. Schon die Abnahme der Anlage durch die DEKRA sei ein Schauspiel gewesen, so Öhrle weiter. Mit Gewichten von 900 Kilo wurde jeder einzelne der großen Seil Umlenkhaken 10 Sekunden lang getestet. Die Anlage selbst war dann am 20. Dezember 1993 eröffnet  worden. Durch die sehr gute Annahme des Angebotes konnten bereits 1994 die Baukosten der Anlage völlig abbezahlt werden. Die Anlage mit mittlerweile 2000 Griffen und nun insgesamt 280 qm Kletterfläche wird zwei Mal im Jahr umgebaut, wobei auch sämtliche Griffe und die Wandplatten gereinigt und neue Routen gebaut werden. Das etwa 20köpfige Betreuungsteam steht nun morgens Schulklassen und ab 18 bis 23 Uhr den Hobbykletterern zur Verfügung. Mittlerweile ist diese Anlage auch vom Baden-Württembergischen Sportbund anerkannt. Auch Kindergeburtstage und andere Events lassen sich hier sehr gut feiern. Verbunden mit dem Sichtcafe und dem Piccolotheater ist dann auch immer ein guter Umsatz gewährleistet.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten gliederten sich dann auch in mehrere Punkte auf. Am Morgen waren elf Schulklassen am Start, die sich in der Halle im Kletterwettbewerb miteinander maßen. Nacheinander galt es für jeden der Schüler vier verschiedene Routen von steigendem Schwierigkeitsgrad zu bewältigen und dabei möglichst viele Punkte zu sammeln. Aus diesen wurde dann das beste Team ermittelt. Die Sieger erhielten eine Urkunde. Den ganzen Tag über war ein Karikaturist anwesend, der die spannendsten Szenen auf Papier bannte, die dann mit nach Hause genommen werden konnten. Am Nachmittag war ein Tag der offenen Tür, an dem sich die Einrichtung den Besuchern frei vorstellte und wo natürlich auch geklettert werden konnte. Hierbei gab es auch ein Tombola mit tollen Preisen. Wozu auch das Sichtcafe und Piccolotheater geöffnet waren. Der Abend war geladenen Gästen und den Mitarbeitern, sowie denen die sich für die Kletteranlage besonders engagiert hatten vorbehalten. In einer Feierstunde worden Dias und Filmvorträge von den Anfängen des Cityrock gezeigt. Ein Vortrag über die soziale Komponente des Kletterns gehalten und verschiedene Ehrungen vorgenommen. Der Cityrock hat am Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag von 18 bis 23 Uhr geöffnet.

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