Prestige Tankerunglück (-/3B/5C)

13. November 2002 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt
Hintergrund: Vor der spanischen Atlantikküste schlägt bei rauer See der 26 Jahre alte Großtanker „Prestige“ leck. Giftiges Schweröl läuft aus dem mit 77 000 Tonnen beladenen Schiff. Die spanische Regierung trifft die Entscheidung den Havaristen aufs offene Meer zu schleppen. Sechs Tage kann die „Prestige“ dem schlechten Wetter und der schweren See standhalten, dann bricht sie auseinander und sinkt.

Ergebnis: Die spanische Regierung beziffert das Ausmaß der Schäden auf eine Milliarde Euro. Nach Berechnungen von Wissenschaftern der Universität in La Coruna könnte der Wert auch viermal so hoch sein. Küstenabschnitte von Nordportugal bis Frankreich wurden auf einer Länge von 2 900 Kilometern mit Öl verunreinigt. Tausende von Fischern konnten monatelang nicht arbeiten. Bisher wurden 21 000 tote Seevögel gefunden.

Anmerkung:
Die Prestige ist ein klassisches Beispiel für unser katastrophales Seerecht. Von einem griechischen Unternehmen verwaltet, von einer russischen Gesellschaft in Genf gemietet, unter der Flagge der Bahamas mit einer asiatischen Besatzung.

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Scheckübergabe an Förderkreis krebskranker Kinder

4. November 2002 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt für die Cannstatter Zeitung

Stuttgart: Bastelgruppe Cannstatt spendet 10 000 Euro fürs Olgäle

(mr) – Am Dienstagmorgen überreichten neun Frauen von der Bastelgruppe Cannstatt im Garten des Olgäle einen Scheck in Höhe von 10 000 Euro  an Klaus-Peter Baatz vom Förderkreis krebskranke Kinder in Stuttgart.

Wie schon seit den 17 Jahren ihres Bestehens haben die Frauen der Bastelgruppe in der Cannstatter Liebfrauenkirche wieder gebastelt, gestrickt und ihre Waren auf dem Weihnachtsmarkt, in Katherinenhospital, an  treue Kunden, Freunde und Bekannte und auch im Olgäle zum Verkauf angeboten. 83 000 Euro haben sie auf diese Weise schon dem Förderkreis krebskranker Kinder zukommen lassen. Eine Leistung, auf die Klaus-Peter Baatz, Vorsitzender vom Förderkreis krebskranker Kinder besonders stolz ist. “Diese Frauen sind in ihrer Arbeit und Spendenfreudigkeit wirklich einmalig. Wie sie sind keine mir bekannte Gruppe”, lobt Baatz, dessen Förderkreis seit 1982 besteht. “Im Moment benötigen wir das Geld um die Kinderkrebsstation hier im Olgäle von 18 auf 33 um 15 Plätze zu erweitern und einen Raum der Stille für alle einzurichten”, erklärt Baatz den Verwendungszweck der großzügigen Spende. “Die 10 000 Euro haben wir in zwei Jahren gesammelt”, erklärt die Cannstatter Bastlerin Sunhilde Schüle, die auch zugibt, dass dahinter imense Arbeit stecke. Jede zwei Jahre machen sie dann, wie an diesem Tag, eine solche Scheckübergabe hier im Olgäle. “Wir sammeln ausschließlich für den Förderkreis”, so Hildegard Lachenmaier. Mit Stricken von Pullovern für Kinder und Erwachsene, Häckeln von Socken, oder Topflappen und Basteln von Spielsachen für Kinder, oder dem Besticken von Gästetüchern beschäftigen sich die neun Frauen im Alter von 55 bis 94 Jahren schon lange, erklären sie. “Irgendwann haben sich die Sachen angehäuft und da sind wir übereingekommen sie zu verkaufen”, so Schüle. Die Frauen treffen sich so nun schon seit 1988, seit 17 Jahren also 14tägig immer Dienstags von neun bis elf Uhr in der Cannstatter Liebfrauenkriche um sich ihre Handarbeiten zu präsentieren, die sie natürlich größtenteils zu Hause machen. Natürlich seien sie auch schon einmal mehr Personen gewesen, erklären sie. Daher sind sie auch um so dankbarer für alle Frauen, die bei ihrer kleinen munteren Truppe mitmachen wollen.

Der Förderkreis krebskranker Kinder Stuttgart wurde 1982 von Eltern krebskranker Kinder gegründet um die Situation krebskranker Kinder am Olgahospital in Stuttgart zu verbessern. Bisher konnten so die Bildung einer Abteilung für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, die Anschaffung von medizinischen Geräten, die Schaffung von drei Personalstellen zur sozialpädagogischen und psychologischen Betreuung, der Umbau des Balkons zu einem Spielzimmer, die Einrichtung eines Speziallabors zur Früherkennung, wie auch der Erwerb zweier in der nähe liegender Gebäude in denen den Eltern krebskranker Kinder in der schlimmsten Phase Wohnraum zur Verfügung gestellt werden kann realisiert werden.

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