Jahrhundertflut in Europa (3A/2B/5C)

12. August 2002 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Hintergrund: In der Nacht zum 12. August 2002 entlud sich ein riesiges Tiefdruckgebiet über Europa und lies Flüsse wie die Müglitz und Mulde bedrohlich anschwellen. Von Tschechien rollte eine Flutwelle die komplette Elbe entlang, die Stadt für Stadt an ihren Ufern mit ihren Wassermassen verschlang. Die Costa Brava (Spanien) wurde durch teilweise pfirsichgroße Hagelkörner in eine weiße Winterlandschaft verwandelt. In Norwegen und Finnland klettert das Thermometer auf 30 °C. Um diese Zeit normal wären 10 °C. In Bayern und Ostdeutschland fielen innerhalb von 24 Stunden bis zu 312 Liter Regen pro Quadratmeter. Diese Niederschlagsmenge wird sonst nur im gesamten Jahr erreicht. Schuld an der Katastrophe waren natürlich der extreme Niederschlag einerseits – aber auch ein baulich versiegelter Boden und viele Behörden, die den Hochwasserschutz längst vergessen hatten und trotzdem viel zu nah am Wasser bauen ließen.

Ergebnis: Rund 11 000 Menschen kamen bei den Unwettern ums Leben. Nach einer ersten Schadensbilanz der Bundesregierung hat die Hochwasserkatastrophe Schäden in einer Höhe von mindestens 22,6 Milliarden Euro verursacht und den größten Katastrophenschutz-Einsatz in der Geschichte der Bundesrepublik ausgelöst. Dämme brachen, Dörfer und Städte wurden überflutet, Häuser und Autos wurden einfach weggespült. Über 20 Millionen Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen.

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