Hocketse zum 90.Jubiläum vom Getränkeparadies Dachtlers

24. Mai 2002 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Am Sonntag feierte das Weilimdorfer Traditions – Familienunternehmen Dachtlers mit einer Hocketse seinen 90. Geburtstag.

Neben dem am selben Tag stattfindenden Weilimdorfer Handwerkerfest des BdS bot der Weilimdorfer Getränkemarkt selbst, eine Menge Attraktionen. Pünktlich um 13 Uhr schwebte der Fallschirmspringer-Weltmeister Klaus Renz ein, der eine Punktlandung auf einem Bierdeckel vorführte. Daneben ließ Fritz Dachtler, der Seniorchef des Unternehmens Pferdekutschen zu romantischen Fahrten durch Weilimdorf anspannen. Der Start eines Heißluftballons musste wegen des heftigen Windes am Morgen wieder abgesagt werden. Doch bei dem sonst sehr warmen Frühlingswetter war die Hocketse im Hof des Getränkemarkts vom Morgen an sehr gut besucht. Bis in den Abend seien die 700 aufgestellten Biergarnituren ohne Unterbrechung belegt gewesen. Berichtet Rosemarie Dachtler die Seniorchefin des Betriebs. Weitere Attraktionen waren eine Hüfburg, ein Stand für Airbrush-Tatoos und eine elektronische Bullenreitanlage.

Der Traditionsbetrieb Dachtlers ist seit 1912 im Familienbesitz. Das mittlerweile schon in der fünften Generation. Begonnen habe man, so die Seniorchefin allerdings nicht als Getränkehandlung, sondern als Küferei am Löwenmarkt. In dem Gebäude, dass im zweiten Weltkrieg komplett zerstört worden ist residiere mittlerweile die Fa. Niethammer. Die Dachtlers waren dann 1959 in die Langensteinstraße umgezogen. Dort habe man dann mit einer Mosterei und einer eigenen Limonadenherstellung angefangen. Seit 1991, nachdem der alte Betrieb zu klein geworden war verkaufe man nun hier in der Berghhofstraße. Nur die Küferei hätte man mittlerweile im Zuge der allgemeinen Modernisierung aufgegeben.

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Oldtimerkorso aus knapp 400 Fahrzeugen in der Landeshauptstadt

23. Mai 2002 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

 

Zum 50 Jährigen Bestehen des Landes Baden-Württemberg lud der Solitude Revival e.V. zu einer Oldtimer-Geburtstagssternfahrt quer das Land ein.

 

50 Jahre Baden-Württemberg seien auch 50 Jahre Automobilbaugeschichte. Empfand am Wochenende  der Baden-Württembergische Verkehrsminister Ulrich Müller, der den Konvoi durch Baden-Württemberg selbst in einem Oldtimer begleitete. Wie er zugab mit seinem Gefährt allerdings auf der Strecke blieb. Wie dem Verkehrsminister war es an diesem Tag einigen Liebhabern alter Wagen ergangen, überall in Stuttgart standen die unter der heftigen Sommerhitze liegengebliebenen auf Hochglanz polierten Oldies an den Straßenseiten.

In seiner Ansprache auf dem Marktplatz in Stuttgart, auf dem sich am Nachmittag 70 besonders ausgewählte Oldtimer mit ihren Besitzern und Fahrern versammelt hatten, lobte er auch vor allem den Einsatz der Polizeikräfte, die den Oldtimerkonvoi sicher, trotz eines anderen Siegeskorsos türkischer Fußballfans durch Stuttgart brachten. Zugelassen waren zu diesem Schaulaufen nur Wagen bis Baujahr 1965. Trotzdem waren an den beiden Treff und Sammelpunkten auf dem Messegelände Stuttgart Killesberg und der Firma Peter Hahn in Winterbach zwischen 300 und 400 Oldtimer vom Fiat Toppolino bis zum edlen Rolls-Royche zu besichtigen. Auch die Zweiradfahrer, die sogar in standesgemäßen Knickerbockern angereist waren, ließen sich nicht lumpen und präsentierten ihre chromblitzenden Maschinen. Eine Ausnahme bildete der Porsche 928 eine Urversion des Granturismo von 1977, gefahren von seinem damaligen Designchef Anatole Lapine und Porsche Designer Tony Hatter. Der 928er feiert dieser Tage sein 25jähriges Jubiläum. Zusammen mit dem ältesten im Originalzustand existierenden 911er von 1964, gefahren vom ehemaligen Rennfahrer und Porsche Betriebsleiter Herbert Linge, wie auch der Porsche Carrera A Baujahr 1957 mit seinem Fahrer, Paul Ernst Strähle und einem Speedster aus dem Jahre 1957 gefahren von Eberhard Mahle ebenfalls ein erfolgreicher Rennfahrer damaliger Zeit bildeten sie das Porsche Team. Der Porsche Carrera A von 1957, ein Rolls-Royche, ein Goliath Dreirad, sowie zwei weitere Fahrzeuge wurden vom Verkehrsminister besonders ausgezeichnet. Die beiden Treffpunkte Winterbach und das Messegelände Killesberg konnten von vier verschiedenen Routen über Mannheim, Freiburg, Meersburg oder Bad Mergentheim angefahren werden. An jeder Zwischenstation erhielt man einen Stempel in seine Bordkarte. Zur Überraschung für Fahrer und Copilot befanden sich je zwei Freikarten für die Killesberg-Ausstellung „Erde 2.0“ im Handschuhfach. Dort konnte der Mercedes 300 SL bewundert werden, der dieser tage ebenfalls 50 Jahre alt wurde. Einige Mercedes SL Modelle aus dieser Zeit waren auch im Korso auf dem Marktplatz zu bestaunen.

Rente mit 67 – Aber für Wen?

16. Mai 2002 § Hinterlasse einen Kommentar

Das Kernproblem! Die Menschen werden immer älter und das gute Sozialsystem unseres Landes, im Gemeinschaftskundeunterricht gerne mit diesem Rentenbaum dargestellt, wankt. Die geburtenstarken Jahrgänge der 40er und 50er Jahre kommen ins Rentenalter und bald wird es so aussehen, dass ein Arbeitnehmer aus den weit geburtenschwächeren Jahrgängen der 70er und 80er Jahre für zwei oder drei Rentner in die Rentenkasse einbezahlt.
Gut! Was wir dabei nicht wissen, ist wie viel Geld aus diesem Rententopf das jeweilige Politikum an der Macht anderweitig verwirtschaftet.
Eine Lösung wäre das Rentenalter von 65 Jahren auf 67 Jahre anzuheben. Schließlich, so wird argumentiert, ist das Rentenalter mit 65 noch aus den Jahren des Bismarckschen Sozialplans, zu dessen Zeiten der Mensch im Schnitt kaum älter als 55 wurde. Um dem gerecht zu werden müsste das Rentenalter heute aber mindestens auf 85 Jahre heraufgesetzt werden.

Aber wer soll den wenigstens arbeiten bis 67?

Wen heute dem Arbeitnehmer nahegelegt wird mit 60 oder früher in Rente zu gehen. Es ist doch so! Die Firma zahlt dem in Frage kommenden Arbeitnehmer eine verlockende Abfindung und arbeitet mit dem Arbeitsamt einen Deal aus dann den Arbeitnehmer noch ein bis zwei Jahre als arbeitslos und nicht mehr vermittelbar zu führen und ihn dann in die Rente zu entlassen. In meinem Verwandten und Bekanntenkreis enden zur Zeit nahezu alle Arbeitsverhältnisse in dieser Form. Und ihnen als Leser mit Eltern oder Verwandten in klassischen Industriestandorten wird es ähnlich ergehen. Wer kommt den dann noch für eine Rente mit 67 in Frage? Und werden die paar armen Kleinbetriebner, die für den sozialen Ausgleich bis zum Umfallen malochen sollen dann im Gegensatz zu ihren Arbeitskollegen aus der Großindustrie noch gerecht behandelt? Ist es andererseits gerecht alle derartigen Probleme auf die Großfirmen und die schlechte Konjunktur abzuwälzen? Also bitte meine Herren! Wenn eine Heraufsetzung der Rente die Lösung bringen soll, dann bereiten sie doch bitte auch den Boden dafür.

20 Jahre Malteser Ortsgruppe Weilimdorf

3. Mai 2002 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Am Samstag feierte der Malteser Hilfsdienst e.V. Weilimdorf sein 20 Jähriges Bestehen.

Begonnen hatte alles 1982, als ein paar Ministranten der St. Theresienkirche um Dieter Aufheimer ihrem jetzigen Vorsitzenden, sich bei einem Zeltlager dazu entschlossen in Weilimdorf eine ehrenamtliche Hilfsorganisation zu gründen. Daraus entstand der heutige Ortsverband des Malteser Hilfsdienstes e.V. Weilimdorf. Man kümmerte sich seither um die Ausrichtung zahlreicher Feste in Weilimdorf, bot Erste-Hilfe-Kurse an, organisierte Altkleidersammlungen, den Katastrophenschutz, Seniorenbetreuungen, sowie Ersthelferkurse für Führerscheinprüflinge. Heute 20 Jahre später, nach vielen, überstandenen, größeren und kleineren Katastrophen kann die Weilimdorfer Ortsgruppe sich sogar als Ausbildungszentrum für Rettungssanitäter auszeichnen.

Gefeiert wurde das am Wochenende nach guter Tradition mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der St. Theresia Kirche. Danach traf man sich im von der St. Theresiagemeinde zur Verfügung gestellten Gemeindesaal. Dort konnten die 90 geladenen Gäste aus Mitgliedern und Freunden des Malteser Hilfsdienstes ihre Erinnerungen austauschen. Unterstützt wurden sie dabei von einer interessanten Diashow, einigen Vorträgen in denen die Arbeit des Ortsverbandes von unterschiedlichsten Seiten beleuchtet wurde und einem vorzüglichen Buffet. Damit konnten auch den willkommenen Neuzugängen und Gästen die letzten 20 Jahre Arbeit als Ehrenamtliche Helfer nähergebracht werden. Zur Feier waren auch Ulrike Zich vom Bezirksvorstand Weilimdorf, sowie einige Offizielle des Malteserhilfsordens darunter die Diöszösans-Oberin Gräfin Reutner und der Weilimdorfer Kirchengemeinderat eingeladen. Die ihrerseits die gute Arbeit der Ortsgruppe gebührend würdigten. Besonders Ulrike Zich hob in ihrer Ansprache die wichtige Aufgabe der Malteser für die Stadt Weilimdorf hervor. Für die geleistete Arbeit folgten Ehrungen für Langjährige Mitglieder sowie für deren besondere Verdienste, die von Gräfin Reutner vorgenommen wurden. Ortsverbandsgeschäftsführer Rainer Rapphold erhielt für seine besonderen Verdienste während seiner 20 Jährige Mitgliedschaft die Malteser Ehrenplakette in Gold überreicht. Weitere Ehrungen gingen auch an verschiedene Fördermitglieder und an den Pfarrer der St. Theresiengemeinde Hanns Schäfer, der auch als die Triebfeder und landjähriger Förderer der Malteser Ortsgruppe mit einem besonderen Geschenk, einem Malteser-Playmobil-Ritter, den es so nur auf Malta zu kaufen gäbe ausgezeichnet wurde.

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