Gibt es Leben im Weltall

6. Mai 2001 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Die Wissenschaft lehrt uns, das Weltall sei groß. Das Weltall sei ein unendliches Nichts. Das Weltall hat irgendwann einmal zu wachsen begonnen und seitdem dehnt es sich aus. Von irgend einer Mitte weg gemessen will die Wissenschaft dieses ihr Konstrukt für 15 Milliarden Lichtjahre groß halten. Von dieser Mitte aus, so die Idee, schieben sich die Planeten, Galaxien und Sonnensysteme immer weiter nach außen weg. Jeder für uns sichtbare Stern (die gibt es übrigens schon zu kaufen; ausnahmsweise nicht bei der Kirche) sei, weiß man eine Sonne wie die unsere, um die diverse Planeten Kreisen wie unsere Erde. Eine Ansammlung dieser Sterne, ein Sternhaufen also ist eine Galaxie, die wiederum um einen Fixpunkt, eine Art Hauptsonne kreisen.

Gibt es also irgendwo dort draußen einen Planeten, der genauso wie der unsrige in genau so einem Abstand um seine Sonne kreist? Um so auch eine Art Ökosystem entwickeln zu können, damit dort dieselben Verhältnisse wie auf unserer Erde vorhanden sind? Andere Spezies könnten aber auch mit ganz anderen Verhältnissen zufrieden sein. Das lehrt uns schon die Völkerkunde unseres eigenen Planeten. Im Endeffekt also wissen wir nicht einmal ob wir anderes Leben im All überhaupt als solches wahrnehmen können, wenn wir schon auf der Erde auf jeder Art Leben herumtrampeln ohne das besonders zu registrieren. Wäre eine extraterrestrische Lebensform, die in der Lage ist bis zu unserer Erde vorzudringen aber auch blöde genug bei uns zu landen? Auf einem Planeten, dessen Bewohner nicht einmal selbst genau wissen ob sie ihre Erde lieber heute oder erst morgen in tausend Fetzen sprengen!

Des weiteren könnte es aber auch sein, dass wir als Makrokosmos Weltall nur der Teil eines Mikrokosmoses anderer Spezies sind. Wir wissen, auch der Mensch, die Erde selbst besteht aus Atomen, die beständig umeinander kreisen. Vielleicht sind wir nur der kleinste Teil einer Haarschuppe oder einer Warze. Vielleicht auch der Tropfen Schweiß, der schon seit Jahrmillionen von der Stirn im feien Fall auf dem Weg zum Boden eines Tennisplatzes ist.

Hat damit das Universum also doch einen Anfang und ein Ende? Oder ist der Tennisplatz wieder der Boden, die Oberfläche eines weiteren größeren Planeten?

Was also ist Leben im Weltall?

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