Was ist der Sinn des Lebens

23. Oktober 2000 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt

Als Philosophiemagazin sind wir es uns schuldig auch einmal zu dieser Frage Stellung zu nehmen. Bezogen selbstverständlich auf das 21. Jahrhundert. Nur warum soll das Leben unbedingt einen Sinn haben und was ist dann überhaupt Sinn?

Dem einen oder anderen von uns ist es einfach langweilig und gelangweilt denkt er darüber nach, was es noch anderes geben könnte im Leben. Seine guten Ideen teilt man anderen dann auch gerne mit. Menschen die das bis zum Erbrechen tun nennt man Philosophen.

Bis manche vor lauter Langeweile sogar beginnen nach diesen Ideen zu suchen. Dazu muß leider gesagt werden, daß die meisten dazu eine Sache zu Ende zu denken schlicht zu dumm sind. Dennoch gilt: Es hat einen Sinn, daß der Mensch beschäftigt ist!

Sind sie gläubig? Das ist ein gutes Beispiel:

Für den Christ ist es sinnvoll sich Gott, irgend einem Herrn den niemand sehen kann, zu unterwerfen. Er weiß, der Mensch besitzt eine unsterbliche Seele die ihm das Leben nach dem Tod ermöglicht. Der Herr hat sie ihm gegeben. Auch Hunde und Bäume sterben. Die haben aber keine Seele und können nicht in den Himmel kommen, weiß der Christ. An den Weihnachtsmann glaubt er aber nicht. Für den Herrn hat er früher sogar Köpfe eingeschlagen.

Dabei ist die christliche Beweisführung zum Heulen. Jeh mehr man frägt, desto peinlicher fallen die Erklärungsversuche auf diesem Gebiet aus. Gott kann man nicht sehen. Die Mutter Gottes, Maria wurde von einem Engel gefickt. Diese Aussage führt seit 2000 Jahren die Top -Ten der absurdesten Ausreden an. Armer Josef.

Der Esotheriker hat es da leichter. Er beseelt nach Herzenslust  alles und jeden was ihm so über den Weg läuft. Eine Katze, den Big Mäc, seinen Abfalleimer – alles ist Gott.

Kein Wunder daher, dass ihn die Christen dafür nicht mögen. Seele und Gott sind schließlich ihre patentierten Ideen. Genauso wie Jesus dem Papst gehört. Trotzdem ist es deswegen nicht realer im nächsten Leben eine Kuh zu sein oder ein Spazierstock?

Warum können wir nicht einfach sterben und das wars? Ist nicht jede andere Alternative nur noch schlimmer? Ewig leben, als was auch immer! Im Himmel! In goldnen Gassen und mit einem Oberchef, der alles sieht und weiß und mir jede Ecke vorhält an die ich gepinkelt habe! So langweilig ist es hier nun wirklich nicht, als das so etwas die bessere Alternative wäre.

Es ist also Zeit für ein paar neue Ideen. Oder sich mit der Tatsache abzufinden, daß wir eben etwa 80 Jahre leben. Das sind ziemlich genau 30.000 Tage. In denen wir irgendwo auf dieser Erde groß und dann immer nur älter werden. Versuchen wir einfach uns damit abzufinden. Machen sie das allerbeste aus ihren 80 Jahren. Ob das einen Sinn hat?! Sie werden es sehen!

Die Alternativen kennen sie ja.

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Xenotransplantation

8. Oktober 2000 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Antonino Zambito
Aufgrund der Organknappheit hat die Medizin jetzt einen neuen Weg gefunden um Menschenleben zu retten. Damit könnten Menschen die dringend ein neues Herz oder eine neue Niere benötigen wieder hoffen. Was sie entwickelt haben ist die Xenotransplantation.
Eine Organverpflanzung zwischen Mensch und Tier. In diesem Fall natürlich vom Tier in den Menschen.

Da Affen eine uns Menschen verwandte Gattung sind, erscheint es als naheliegend, das wir aus den selben die Organe entnehmen die wir brauchen. Doch gerade diese Ähnlichkeit ist es, die uns davon abhält solches überhaupt zu erwägen. „Das war ein Unfallaffe“ glaubt sicher nur der aller dümmste. Aber was kann man noch tun? Man nimmt eben eine Spezies die in der Evolutionshierarchie etwas weiter unten steht, mit uns aber noch genug Ähnlichkeit besitzt.
Nämlich das Schwein! Richtig, Schweine sind genau wie der Mensch Allesfresser, und gleichen uns bezüglich Anatomie, Physiologie, Organgröße und Gewicht. Manche sagen das der Mensch sowieso eher vom Schwein abstammt als vom Affen. Aber was hält uns davon ab, daß wir uns unser Nutztier Nummer Eins auch als Organbank halten? Nur eine Sache, die Abstoß Reaktionen vom eigenen Organismus. Bei einer Organverpflanzung zwischen zwei nah verwandten Spezies wie Mensch und Affe, kommt es zu Abstoßreaktionen die durch Immunsupressiva unter Kontrolle gehalten werden.( Dabei wird die Körperliche Abwehr geschwächt und der Organismus anfälliger für Infektionen.) Bei einer Transplantation von weiter entfernten Gattungen wie Mensch und Schwein kommt es zu einer hyperakuten Abstoß Reaktion, wobei das transplantierte Organ vom Immunsystem des Empfängers in kürzester Zeit zerstört wird.

Es gibt zwar längst Verpflanzungen von Schweineherzklappen in das Herz eines Menschen. Dabei handelt es sich aber um nicht aktive Gewebe. Sie haben eine leidliche Gerüstfunktion.

Daneben gibt es Studien zu verpackten Geweben und Zellen. Diese sind in einer Membrane (gespanntes Häutchen) verpackt welche nur für Nährstoffe, Sauerstoff und Medikamente durchlässig ist. Weiße Blutzellen und Antikörper sind zu groß um Sie durchdringen zu können um damit das fremde Organ anzugreifen. Wo sollte so ein „Tüten Organ“ eingesetzt werden?

Mittlerweile gehen die Gedanken dahin, Schweine so zu verändern das sie vom menschlichen Organismus nicht mehr als fremd angesehen werden. Dazu muß man ihnen allerdings menschliche DNA zufügen. Was aber, wenn wir das Problem mit dem menschlichen Selbstschutz Programm gelöst haben und damit auch artfremdes Gewebe annehmen könnten? Was ist dann mit den Krankheitskeimen? Erreger müssen viele Barrieren überwinden um eine Infektion auslösen zu können. Das saure Milieu im Magen beispielsweise tötet Bakterien und Viren ab. Dadurch aber, daß ein schweinisches Organ mit menschlicher DNA in den Menschen eingepflanzt wird ,wird diese natürliche Abwehr unterdrückt. Der Virus muß seine Überwindungsarbeit im Immunsystem nicht mehr verrichten und kann sich gleich einnisten und vermehren. Es sind zwar viele tierische Erreger für den Menschen ungefährlich, aber nur weil sie bisher keine Möglichkeit hatten sich anzupassen. Wenn sie aber direkt im Körper sind, wird ihnen der Sprung auf den Menschen vereinfacht. Das dies möglich ist, hat uns Aids gezeigt. Seither sind über 30 Stämme von HIV artigen Retroviren in Affen beschrieben worden. Um der Infektion mit tierischen Erregern zu begegnen will man Breitbandantibiotika einsetzen. Die wirken aber nur bei Bakterien und Pilzen. Sind also nicht für alles gut und entlasten das Immunsystem nur noch mehr. Hinzu kommt das nicht alle Bakterien beim Einsatz von Antibiotika sterben sondern das einige resistent sind oder Resistenzen entwickeln. Dies führt dazu das man immer stärkere Mittel einsetzt. Seit kurzer Zeit haben sich internationale Forscher für ein Moratorium in der Forschung ausgesprochen damit nicht das Skalpell schneller ist als der Kopf. Zum Glück gibt es Versuche Organe künstlich herzustellen. Dabei braucht man nur etwas menschliche DNA, die richtige Befehlskette und schon läuft die Sache ganz ohne neu heran gezüchtete Epidemien.

Wäre es nicht Intelligenter, wenn wir einfach auf uns besser aufpassen würden? Warum essen wir zu fettig und zu salzig, trinken zuviel Kaffee und zu wenig Wasser und treiben zu wenig Sport? Das sind neben zuviel Arbeit die Hauptgründe des Organversagens.

Müssen wir den wie die Amerikaner zu den größten Organkonsumenten werden?

Man kann die Sache auch anders angehen.

Wir setzen dem Menschen Schweine DNA ein. So würde er endlich aussehen wie er sich verhält. Wie ein Schwein.

Living Buddhas – the making of: Über den Aggressionsabbau von Jugendlichen

1. Oktober 2000 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Marco Rettstatt
Dafür tut das Gesetz (unsere Politik) eigentlich alles. Kinder können ja soo gemein sein. So grausam !Was also machen wir mit den bösen, den kriminellen Kindern? (Als wären unsere eigenen kleinen Hausterroristen so viel braver ?!)

Wegsperren, abschieben? Schön, das kennt man, nur wollen wir keine Wahlkämpfe gewinnen.

1. Kinder sind zwar kleine Monster, die für unsere Erwachsenenwelt keinerlei Verständnis zeigen, aber sie deshalb gleich ganz aus der Welt zu schaffen wie die Politik uns das vorschlägt ist wohl keine ernsthafte Lösung !

„Verstärkung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen“. Heißt das bei der CDU und SPD. Zu deutsch : Ab ins Heim! Warum nicht gleich wie die Bibel in Matthäus 2 Vers 16 vorschlägt alle bis zweijährigen abmurksen!? „und König Herodes befahl alle Kindlein bis zum zweiten Lebensjahr in seinem Reiche töten zu lassen“.

2. Wer bezahlt die nutzlosen weggesperrten Fresser?

Wie gesagt bestenfalls eine politische Lösung, die maximal auf deren Eigennutz, das muß auch einmal gesagt werden abzielt, nämlich dem Aufputschen der Wähler zwecks Wiederwahl. Denn glaubt man unseren Kriminalisten wären dann 52% unserer Heranwachsenden Heimkandidaten.

Was wäre wenn irgendwann jedes Kind eines bestimmten Alters einen Test zu seiner Gesellschaftsfähigkeit ablegen müsste. Bei Nichtbestehen sofort ab ins Heim. Ist das eure Superlösung Frau Merkel, Herr Schröder? Mehr Heime müssen her! Weg mit dem was ich nicht haben will ! Wie gesagt wer bezahlt diesen Wahnsinn?

Die Frage ist doch vielmehr ob unsere Gesetze überhaupt jugendgerecht sind !

Vieles davon, könnte man meinen, beruht ohnehin nur auf dem Neid derer die ihre Jugend aus irgendwelchen Gründen verpasst haben.

Erschwerend kommt hinzu, dass von unseren großen politischen Vorbildern, denjenigen die die Gesetze machern diese selbst tagtäglich in Frage gestellt werden. Wie jüngst die Spendenaffäre der CDU, die Schneider Milliarden (…nur der kleine Udo der darf das nicht und das verstehen wir nicht…).

Wen soll sich die Jugend  also zum Vorbild nehmen? Nach wem soll sie sich entwickeln?

Das ist ein Aufruf zur Anarchie könnte man meinen. Was möglich ist möchte ich auch haben. Nur hat der Jugendliche, dem nun alle Türen offen stehen leider nicht die Möglichkeiten von Hochfinanz und Politik, die ja in so fern „nicht kriminell“ sind.

Natürlich möchten wir das Problem Jugendkriminalität damit nicht herunterspielen. Es sind die Lösungen die uns Sorgen machen.

Die Lösung der Pädagogen und Soziologen ist Kreativität. Anfür sich immer eine gute Sache. Nur das Umsetzten dieser Idee ist oft grausam schlecht. Genauer eigentlich auch nur ein: Holt die Jugendlichen von der Straße.

Malt euch frei ist ein Motto.

Was soll das bitte bringen? Ich male ein bisschen und gehe wieder nach Hause. Würden wir dadurch ein Zeichentalent entdecken und auf die Kunstakademie schicken können wäre das eine gelungene Sache. Nur nicht bei uns, denn nicht jeder der will oder das zeug dazu hätte, darf eine Hochschule von innen sehen. Und hätten wir diesen Zeichner nicht schon viel früher entdecken können? Nun gut, unser Studiensystem gehört schon lange neu überdacht. Aber das ist ein anderes Thema.

Dann basteln oder töpfern. Wie soll ich damit Geld verdienen? Nur damit ich von der Straße weg bin mach ich das ja nicht ihr Herren Superminister Behrens und Westerwelle.

Opfer – Täter Begegnungen sind ist geil für das TV aber machen auch keine Heilige. Sport soll dafür gut sein! Sogar Kampfsport. Konkret – das erlernen fieser ostasiatischer Kampftechniken. Ostasiatische Mythologien sind ein wahres Wunder der Aggressionsbekämpfung – wenigstens verbal.

Wahre Größe braucht keine Medaillen. Seht mich an Kinder! Ich bin ein zahnloser, glatzköpfiger Exilrusse habe früher Hunderte abgemetzelt, war württembergischer Knastmeister im Karate. Nun bin ich die Ruhe selbst.

So einer, frisch aus dem letzten Mafiaprozess leitet dann das Resozialisierungsprogramm „Gewaltfrei durch Kampfsport“, für unsere Jugend. Mit 13 jährigen Strichjungen, Kleindealern, Schulschlägern und alle sind – frägt man sie danach – voll von der Genialität dieses Programms überzeugt. Sie möchten sich ja nicht mit ihrem Trainer anlegen.

Da fragt man sich zurecht, ob das nicht ein bisschen paradox ist. Einer Horde von Schlägern zu zeigen wie sie richtig zuschlagen sollen. Was bringt mir der Meditationskram wenn ich schon so nicht recht weiß was ich mit meiner Freizeit anfangen soll. Da zieht auch das Argument nicht, dass die Kinder damit wie so oft schon einmal von der Straße weg wären.

Weg von der Straße in einer Gruppe fragwürdiger Gestalten, die schnaubend und schwitzend den inneren Frieden in die Luft prügeln

„Kinder ich bin stolze aufe das wase ich gemakt habe. Aber euch soll dieser Weg erspart bleiben.“

Konfuzianismus in Reinkultur.

Das 21. Jahrhundert erfordert eben eine aktuellere Art der Philosophie um Themen bzw. Lösungen die sich lediglich als politischer Müll herausstellen gleich von vornherein abzuwürgen.

Wo bin ich?

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