Kinder aus dem Glas

22. Mai 2000 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Antonino Zambito
Dank der IVF (In Vitro Fertilisation), der künstlichen Befruchtung können Paare die bisher auf Kinder verzichten mußten, es sei denn sie adoptierten eines, auf eigenen Nachwuchs hoffen.
Doch ist die künstliche Befruchtung die eigentlich keine ist, nur der Ort an dem sie stattfindet (Reagenzglas) ist künstlich, nicht so erfolgversprechend wie man meint.
Die Eierstöcke werden unter Hormongaben stimuliert Eizellen zu produzieren.Nachdem die Stimulation der Eierstöcke erfolgt ist, werden die Eizellen die Reif zur Befruchtung sind entnommen. Diese werden zusammen mit den Spermien des Mannes, gewonnen durch Masturbation oder ähnlichen Praktiken, in ein Reagenzglas gegeben. Und Schwupps ist die Eizelle befruchtet und muß nur noch eingepflanzt werden. Nach 9 Monaten ist dann ein neuer Erdenbürger da.
Ärgerlich ist nur das die Erfolgsquote bei diesem Verfahren bei 20% pro Versuch liegt. Dennoch bezahlen Paare immer wieder bis zu 20.000 DM dafür. Die Frau wird mit Hormonen vollgepumpt , die bei „Überstimulation“ Nebenwirkungen wie eine starke Vergrößerung der Eierstöcke hat. Dabei bilden sich große Zysten ( eine Zyste ist ein, durch eine Kapsel abgeschlossener sackartiger Tumor mit flüssigem Inhalt).Es kommt zu Wasseransammlungen im Bauchraum oder auch im Bereich der Lunge. Dadurch besteht die Gefahr einer Verdrehung der Eierstöcke denen so die Blutzufuhr abgeschnürt wird. Außerdem kann es dadurch zu einer Eindickung des Blutes kommen, das zu einer Entstehung von Blutgerinnseln und einer eingeschränkten Nierenfunktion führt.
Mittlerweile gibt es die PID die Präimplantationsdiagnostik. Das heißt das Erbgut wird auf mögliche Schäden untersucht und zur Not vernichtet. Selektive Auswahl also. Aber dies ist ja noch nicht alles. Nein, die Keimbahntherapie gibt es natürlich auch noch. Die Keimbahntherapie zielt darauf ab, Erbleiden bereits vor der Einpflanzung des Embryos zu kurieren. Doch frage ich mich was soll man da kurieren wenn da noch nichts ist. Ich sehe schon eine Heerschar von Weißkittel an einem Labortisch mit irgendwelchen teuren Gerätschaften wie verrückt an einer befruchteten Eizelle herum doktoren. Das lustige daran ist ja das bei jedem Therapieversuch der Keim geschädigt werden könnte. Also genau das Gegenteil passiert. Nicht zu vergessen das die Herren Wissenschaftler keine Ahnung haben was welches Gen macht. Es sind nur Vermutungen die sie haben.
Doch dies macht überhaupt nichts. Geld verdient man damit auch.
Wenn aber alles positiv laufen sollte. Ja, dies gibt es auch. Könnten sogar Zwillinge das Herz der Eltern erfreuen. Laut Statistik bekommen Künstlich befruchtete Frauen sogar um ein Drittel häufiger Zwillinge. Und nicht nur Zwillinge, nein, sogar Chimären.
Chimären sind Mischwesen, also gemischtgeschlechtliche Zwitter. Dies geschieht in dem zwei befruchtete Eizellen in der Gebärmutter miteinander fusionieren. Da die Künstlich befruchtete Frau mehrere Eizellen, in Deutschland sind es max. 3, eingepflanzt bekommt, ist das Risiko oder die Möglichkeit eine Anomalie heran zu züchten größer als bei natürlichen Geburten. Da nützen die ganzen Untersuchungen nichts. Denn die Verschmelzung findet nach der Einpflanzung statt.

Ist es nötig das wir Mutationen heranzüchten und diese ihre unnormalen Gene weitergeben, wenn es doch über 100.000 elternloser Kinder gibt?

Wo bin ich?

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